„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Freitag, 24. November 2017

Flüchtlingspropaganda, mal wieder

Wie großartig sehen sie sich selbst, als Wächter über die einzig gültige Wahrheit, als Verteidiger der Demokratie, als einzig legitime Verbreiter der korrekten Meinung, als Bollwerk gegen Fake News und als einzig wahre intellektuell anspruchsvolle Qualitätsmedien. Erstaunlich, wie sehr bei Menschen, die im Einzelnen sogar Funken von Intelligenz besitzen dürften, kaum, dass sie sich in Gruppen zusammenrotten, das Selbstbild explodiert. Sie steigern sich mit gegenseitigen Hurrarufen und Schulterklopfen zur selbstgefühlten Elite der neutralen Berichterstattung und sehen sich gleichzeitig in der Verantwortung, dies auf die einzig richtige Art und Weise zu tun.

Es wird nicht besser. Sie lernen nichts. Sie nutzen „Berichterstattung“ immer und immer wieder für Propaganda, wählen die Worte exakt so, dass nicht nur die Fakten vermittelt werden, sondern dem Konsumenten auch klargemacht wird, wie er gefälligst korrekt über diese Fakten zu urteilen hat. Sie nennen sich Journalisten, doch sie sind Propagandisten. Nur wer mit den Wölfen heult, darf mit den Wölfen fressen, und neben Förderprogrammen für die Presse gibt es ja auch Bestrebungen, so etwas wie die GEZ-Steuer für Presseerzeugnisse einzuheben, die dann garantiert so verteilt werden, dass ein Medium der Gnade der Politik ausgeliefert ist, um an die Knete zu kommen. Das wäre der endgültig letzte Schritt zur Presstitution.

Wird einigen aber nicht schwerfallen, wagt man doch schon heute nur politisch korrekt und stramm regierungskonform zu meinungsbilden. Nehmen wir mal den „Spiegel“, die Augsteinpostille hat es sich in den letzten Jahren ja redlich verdient, auf der Liste der Presstitutionsverdächtigen ganz oben zu erscheinen.

Da erschien in der intellektuell anspruchsvollen Qualitäts-Online-Ausgabe heute ein Artikel über die Räumung eines seit Wochen geschlossenen und illegal besetzten Auffanglagers für illegale Migranten mit Wunschdestination Australien auf Papua-Neuguinea. Zumindest wäre das der Fakt. Beim „Spiegel“ liest sich das dann erwartungsgemäß so:

Polizei stürmt australisches Flüchtlingslager auf Manus“

Die Polizei stürmt nicht, das Lager ist nicht in Australien und die dort Anwesenden sind keine „Flüchtlinge“. Egal, wer die Wahrheit verbreitet, muss sich jetzt nicht mit der Realität herumschlagen. Es ist irrelevant, was ist, es ist nur wichtig, was der Medienkonsument darüber zu denken hat. Und da ist die politisch korrekte Linie klar.

Dort harren seit der offiziellen Schließung Ende Oktober noch Hunderte Menschen aus.“

Schließung. Nur mal so als Beispiel: Es wird die Schließung eines Spitals beschlossen und die Patienten weigern sich, das Krankenhaus zu verlassen. Klingt jetzt nicht unbedingt vernünftig, oder? Vor Allem, wenn die Patienten eh in ein neues Krankenhaus umziehen sollen.

Die Männer weigern sich, in die drei alternativen Lager auf der Insel umgesiedelt zu werden, und protestieren mit ihrer Blockade gegen die strikte australische Einwanderungspolitik.“

Erstens: Männer? Aha. Ohne weiteren Kommentar.
Zweitens: Sie müssen nicht. Es steht ihnen jederzeit frei, dorthin zurückzugehen, wo sie herkommen. Stand es schon immer. Niemand muss aus Syrien oder Irak nach Australien „fliehen“.
Drittens: Das einzig „strikte“ an der australischen Einwanderungspolitik ist das völkerrechtlich absolut einwandfreie Festhalten an Einwanderungskriterien, zu denen solche Selbstverständlichkeiten wie ein Visum und ein Pass und eine legale Einreise gehören. Aber in Merkeldeutschland sind solche Dinge wie das Einhalten der eigenen Gesetze vollkommen außer Kraft gesetzt, und man kann wieder einmal nicht anders als den deutschen Maßstab an die ganze Welt anlegen. Und so beklatscht man jeden Muslim, und um solche handelt es sich in diesem Lager, der das Einhalten anderer Gesetze als seiner Scharia bekämpft.

Via Twitter und Facebook berichteten die Flüchtlinge in der Nacht zu Donnerstag von dem Einsatz der Polizei.“

Ja, und die nüchterne Berichterstattung neutraler Muslime über Twitter steht über jedem Zweifel. Die würden niemals dick auftragen. Sie halten zwar illegal ein Lager besetzt und leisten Widerstand gegen die Polizei, sind aber absolut glaubwürdig.

Einige der Flüchtlinge kletterten demnach auf die Dächer ihrer Unterkünfte, um einer Zwangsevakuierung zu entgehen.“

Ja, die Patienten wollen nicht aus dem geschlossenen Spital und verbarrikadieren sich im ehemaligen OP, verkeilen die Tür mit Krücken...

Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie einige der Flüchtlinge in Busse gebracht werden.“

Oh. Sie werden in Busse gebracht. Zumindest das scheint belegt.

Augenzeugen zufolge wurden Männer zum Einsteigen gezwungen und aus dem Lager gefahren. Den Berichten zufolge sollen die Polizisten dabei auf die Männer eingeprügelt haben. Bestätigt ist das nicht.“

Natürlich nicht. Die Szene ist bekannt, wenn die Polizei einen pigmentbevorzugten Spaßmittelverkäufer erwischt, lässt sich dieser auf den Boden fallen und kreischt „Warum schlagen? Ihr mich schlagen! Rassist! Rassist!“ und schon steht nicht der Drogendealer vor Gericht sondern die Beamten. Natürlich gibt es Berichte von Polizeigewalt und Brutalität. Und natürlich sind die nicht belegt und nicht bestätigt. Nur, was hat das dann in einem Artikel verloren?

Einige Polizisten würden in Richtung der Flüchtlinge fluchen und ihnen drohen.“

Merkt jemand was? In jedem zweiten Satz wird die Gewalt der Polizei gegen „Flüchtlinge“ angeprangert. Nur sind es keine Flüchtlinge. Egal, wie oft der „Spiegel“ dieses Wort verwendet, es wird trotzdem nicht wahrer. Es ist egal, wie oft ich eine Ente als Storch bezeichne, es bleibt eine Ente.
Einen Kommentar zu „Fluchen und Drohen“ erspare ich mir. Sowas wird in letzter Zeit bei uns auch wieder salonfähig, seit importierte selbsternannte Sittenwächter unterwegs sind. Mal nachdenken, ob es genau das ist, was die Australier nicht haben wollen und warum sie „strikte Einwanderungsgesetze“ haben.

Wenige Stunden nach Beginn der Räumungsaktion wurde Boochani Augenzeugen zufolge festgenommen.“

Äh. Wenn illegale Migranten ein Lager illegal besetzt halten und sich dann illegal der Polizei widersetzen – was genau wird dann die Polizei tun? Vielleicht das, was ihre Aufgabe ist?

Er war in den vergangenen Monaten einer der prominentesten Fürsprecher der Flüchtlinge, er sprach häufig mit Journalisten, der "Guardian" veröffentlichte regelmäßig Artikel von ihm, in denen er den Alltag im Lager beschreibt. Vor rund drei Wochen wurde er mit dem Amnesty International Australian Media Award ausgezeichnet.
Die australische Gewerkschaft für Medienvertreter (MEAA) erklärte sich in einer Mitteilung solidarisch mit Boochani und verurteilte seine Festnahme als einen "Angriff auf die Pressefreiheit".“

Ach, das ist interessant. Privaten Bloggern in Deutschland wird der Pressestatus verwehrt, wie Hadmut Danisch schon mehrfach erleben durfte, weil sie ihr Geld ja nicht mit Journalismus verdienen. Aber kaum ist der Blogger ein Muslim und illegaler Migrant, der seine Geschichten ohne Belege veröffentlicht und damit die Aufmerksamkeit islamophiler Westmedien weckt, ist es ein „Angriff auf die Pressefreiheit“, wenn der abgeführt wird. Ohne auch nur darauf einzugehen, warum der abgeführt wird. Illegales Verhalten und Widerstand gegen die Staatsgewalt sind auch für Journalisten strafbar.

Merkt das jeder? Die glauben hier irgendwie und vermitteln dieses Bild auch recht deutlich, dass sie selbst und alle, denen sie den Status eines „Pressevertreters“ willkürlich zugestehen, vollkommen außerhalb jeglicher Gerichtsbarkeit stehen und tun und lassen dürfen, was sie wollen, weil jedes Vorgehen gegen sie, egal aus welchem Grund, automatisch ein „Angriff auf die Pressefreiheit“ ist.

Wer sich ohne gültige Einreisepapiere per Boot auf den Weg in das Land macht, wird abgefangen, zurückgeschickt oder in Lager auf Manus und auf der noch kleineren Pazifikinsel Nauru gebracht.“

Oder zurück nach Hause. Aber da will ja keiner hin.

Das oberste Gericht in Papua-Neuguinea erklärte die Lagerhaft der Männer auf Manus im April 2016 für rechtswidrig.“

Die gleiche Lüge wie bei Ungarn: Es ist keine „Haft“, wenn jemand das angebliche „Gefängnis“ nur in eine Richtung verlassen darf. Sonst wäre ja jede Transitzone auf einem Flughafen ein „Internierungslager“. Aber man komme Gutmenschen nicht mit Logik, die können damit soviel anfangen wie Frösche mit Gummistiefeln.

Am letzten Oktobertag hat Australien das Camp offiziell geschlossen und gleichzeitig die Versorgung gestoppt. Seitdem harren Hunderte Männer dort allerdings weiter aus, ohne Nahrung, Wasser oder Medizin.“

Eben, wie ein geschlossenes Spital. Da ist keiner mehr, Strom und Wasser werden abgedreht und die Spitalsküche ist auch weg. Wie dämlich muss man sein, dann trotzig darauf zu beharren, trotzdem dazubleiben?
Geht es blöder?
Ja. Es geht.
So eine Riege von Gutmenschenpreisträgern hat eine Resolution an die Regierung gebastelt, und schreibt darin ernsthaft:

Wir sollten Personen nicht den Zugang zu Wasser oder Nahrung verwehren; wir sollen ernsthaft erkrankte Menschen nicht ohne Behandlung und Medikamente sterben lassen."

Ja, so grenzbescheuert muss man sein, um selbst den einfachsten Zusammenhang nicht mehr zu begreifen: Diesen „Personen“ wird Zugang zu Wasser, Nahrung und medizinische Betreuung sogar geschenkt – nur wollen die nicht dahin, wo man es ihnen schenkt, sondern sie wollen es zu sich gebracht bekommen. Es ist ihnen unzumutbar, das Frühstück aus der Kantine zu holen, sie wollen lieber im Bett verhungern wenn man es ihnen nicht auf die Kissen serviert.

Man möge mich mal wieder als Sonstwas bezeichnen, aber wenn ein Herzpatient in dem geschlossenen Spital trotzig verharrt, sich verbarrikadiert, gegen die Polizei, die ihn faktisch retten will, Widerstand leistet und sich gegen alles wehrt, was seinem Starrsinn entgegensteht, und der krepiert dann jämmerlich, dann ist er nicht etwa tot, weil ihn die Welt im Stich gelassen hat, sondern er ist an einer Mischung aus Trotz und Dummheit zugrunde gegangen. Und Leute, die so doof sind, dass sie das nicht begreifen, beweisen nur eines, nämlich das unsere Grünen nicht allein sind auf der Welt.
Noch ein Beweis dafür?

Grünen-Senator Nick McKim - ein lautstarker Kritiker der australischen Flüchtlingspolitik - sieht die Verantwortung klar bei Turnbull und Dutton: Sollte es im Zusammenhang mit dem Einsatz nun zu Gewalt und Blutvergießen kommen, sei das allein auf Entscheidungen zurückzuführen, die die beiden getroffen hätten.“

Ach, für Schäden an Leib und Leben, die auf die Entscheidungen von Politikern zurückzuführen sind, sind diese Politiker verantwortlich? Könnte man das mal für Merkel übersetzen?
Aber das würde die genauso wenig verstehen wie die „Spiegel“-Fritzen wenn man ihnen klarmacht, was für billige Propagandahuren sie sind.

Donnerstag, 23. November 2017

»Überproportional viele Sexualdelikte werden von Typen verübt, die vor dem Herbst 2015 noch gar nicht hier waren, doch die allgemeine Sicherheitslage hat sich trotzdem nicht verschlechtert.

Es muss Magie sein. Harvey Weinstein würde rasend gern einen Dokumentarfilm darüber produzieren.«

Wie so oft bringt Michael Klonovsky den Aberwitz unserer Medienhuren perfekt auf den Punkt. Lesenswert! Jedes Wort!

Der Hut geht um

Das arme Kernchen, dessen überragende Managerfähigkeiten nach eigener Ansicht auf dem Markt Millionen wert wären, müsste nach dem Verlust des Postens als ungewählter Kanzler des Nichtwissens schlagartig mit dem Hungerbettel von schlappen 8.755,80 Euro auskommen. Das ist nun aber absolut unzumutbar, deshalb rangeln die Genossen, diese revolutionären Kämpfer der kleinen Arbeiter, auch mit allen möglichen Tricks darum, diese unzumutbare Härte abzufedern und den Abgeordneten-Hungerlohn auf das Mindestniveau eines Mitglieds der Wiener Sozen-Schickeria anzuheben. Wie soll denn der Große Fahrdienstleiter vor seinen Schickimicki-Freunden dastehen, wovon sein Kleiner Nick sich glänzende Uhren kaufen? Dieses Abrutschen unter das Existenzminimum muss verhindert werden.

Ein paar kleine Anmerkungen:
Erstens: Wenn der Kern so ein begehrter hochkompetenter Manager ist, wie er glaubt (auch wenn sein Handeln in den letzten Monaten genau das Gegenteil gezeigt hat), warum hat er dann keinen solchen Job sondern ist auf getrickste Bezüge aus Partei- und Steuerkasse angewiesen? Verkennt die Welt das wahre Talent dieses Meisters der vollmundigen Selbstdarstellung oder kann es sein, dass er auch in der realen Welt nicht zu mehr zu gebrauchen ist als zum Pizza ausfahren?

Zweitens: Das Prinzesschen merkt in seiner typisch roten Abgehobenheit nicht, dass er gerade vor den Arbeitern wieder einmal das Sittenbild der Roten ausbreitet. Man holt sich, was einem zusteht, und davon so viel wie möglich. Er ist nur noch Abgeordneter, macht die Arbeit eines Abgeordneten, will aber dreimal soviel Kohle dafür abgreifen, einfach nur weil er so ein hervorragender Übertyp ist. Und diese Partei will „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ fordern? Und selbst wird in den höchsten Kreisen getrickst bis zum Abwinken.

Drittens: Ich bin dafür, dass er das Geld bekommt. Und alle Medien das berichten, auch woher dieses Geld kommt. Wer das am Ende alles bezahlt. Damit der Arbeiter weiß, was er mit seinem Parteibeitrag wirklich finanziert. Denn die „soziale Schieflage“, gegen die die Roten immer so gerne wettern, haben sie während eines ganzen Jahrzehnts Regierungsarbeit nicht verändert, aber Tricks zum Füllen der eigenen Taschen (sozial verträglich, denn sozial müssen immer alle anderen sein, niemals man selbst) finden sie innerhalb weniger Tage.
Ja, zahlt es ihm! Berichtet darüber, bei welchem Schampusempfang auf dem Wiener Schickeriaparkett er die Kohle verbladert und was für eine Protz-Uhr er seinem Spross dafür kauft. Denn genau das ist der richtige Weg zum Abrutschen bei der nächsten Wahl auf germanische Werte. Öffnet den Arbeitern die Augen, was der „Plan A“ des Supermanagers ist: Abgreifen.

Viertens: Wo bleibt der Aufschrei jener Sozen-Abgeordneten, die seit Jahren im Parlament sitzen und gegen die Ungerechtigkeit (Gerechtigkeit ist doch angeblich ihr höchstes Kampfziel?) im selbstregierten Land kämpfen und dafür weiter mit einem Gehalt bedacht werden, das für den erst vor Kurzem als Quereinsteiger in die Politik gehebelten Gusenbauer-Busenfreund unzumutbar mickrig ist? Lerne: Hast du bei den Sozen einen mächtigen Freund und wirst von deinem Gönner direkt aus seinem Anus auf den richtigen Sessel gekackt, dann hast du Anspruch auf Fett und Schampus. Bist du nur einfacher Parteisoldat, dann halt die Fresse und sei dankbar!
Schön, dass man das mal so offen sehen kann.

Und nein, bei den anderen Parteien sieht es nicht besser aus.
Nur kommen die auch nicht als Kämpfer für Gleichheit und Gerechtigkeit daher.

Wenn DAS explodiert, dann war Hiroshima fast ein Sonntagsspaziergang ...

von LePenseur


Die NZZ berichtet:

Wenn die Notenbank zu viele Staatspapiere hält

Vor fünf Jahren hat sich die Bank of Japan die Aufgabe gesetzt, das Land aus der Deflation zu führen. Auf diesem Weg hat die Notenbank ihre Bilanzsumme enorm aufgebläht. Sie hält inzwischen mehr als 45% aller japanischen Staatsobligationen.
 Ein Bild sagt dazu mehr als tausend Worte:


Ein Artikel, der angesichts der Bedeutung Japans als Industrienation geeignet ist, die Schweißperlen auf die Stirn jedes wirtscahftlich denkenden Menschen zu treiben — und zugleich ein Beweis dafür, wie sehr die Voodoo-Ökonomie unserer National»ökonomen« uns Zentralbankster jeden Kontakt zu Realität und Hausverstand längst unter sich gelassen hat. Die Frage gegen Ende des Artikels
Ist es vernünftig, dass ein Staat, der mit brutto 245% des Bruttoinlandprodukts verschuldet ist, zehnjährige Schuldpapiere zum Nulltarif aufnehmen kann?
die mit einem tapfer-verzweifelten
Der Ausgang des geldpolitischen Experiments in Japan ist offen ...
»beantwortet« wird, spiegelt das geldpolitische Tollhaus, in dem sich unsere Deflationsbekämpfer und Negativzinsler aufhalten!

Nein, der Ausgang ist leider nicht offen. Der wurde mit tonnenweise abgeworfenem Helicopter-Geld zugeschüttet. Und alle Notausgänge noch dazu. Ein Funke reicht, und es geht rund ...

Hanna-June und die Arschlöcher

Im „Standard“, dem Fortschrittsorgan der Nationalen Linksfront, wird den rechtspopulistischen xenophoben Hetzern mal wieder ordentlich die tägliche Keule gezeigt und ein erfolgreiches Projekt in den höchsten Tönen bejubelt, wo in einem Wiener Kindergarten die lieben Kleinen in ihren 27 Muttersprachen kauderwelschen dürfen wie sie wollen und so spielerisch auch deutsch lernen könnten. Wenn sie wollen, denn sowas von einem Kind im progressiven Österreich zu verlangen wäre natürlich eine aus nationalistischem Hass geborene Folter.

Wir lernen Hanna-June kennen, die natürlich alles andere als ein Einzelfall ist und überglücklich, dass sie in ungarisch, englisch und deutsch reden darf, wo sie früher nur stumm dagesessen ist, weil alle deutsch geredet haben. Fällt jemandem auf, dass die doppelte Verwendung des Wortes „deutsch“ im vorigen Satz eine wichtige Frage aufwirft? Wenn die Kleine so gerne und gut deutsch spricht, warum hat sie dann nicht gesprochen, als deutsch gesprochen wurde, sondern erst, als ungarisch und englisch dazukamen? Ergibt das einen Sinn? Nein, ebensowenig wie die zufällige Häufung der Eigenschaften Migrant-nichtmuslimisch-nichttürkisch-mehrsprachig. Als ob das die Leute wären, mit denen es Probleme gibt. Hinterfotzig, nennt man sowas. Den angeblich rassistischen Ausländerhassern will man eine reinwürgen, indem man ein Beispiel konstruiert, das aber genau jenen entspricht, die die angeblich rassistischen Ausländerhasser eh akzeptieren, weil die angeblich rassistischen Ausländerhasser eben weder Rassisten sind noch Ausländer hassen sondern einfach Menschen sind, denen Systemfehler so gewaltig auf den Sack gehen, dass sie diese Systemfehler anprangern.

Aber das hatten wir ja auch vor ein paar Tagen bei dieser Geschichte mit dem „Shitstorm“ gegen einen FPÖ-Funktionär, der es wagte als einer von über 17.000 Leuten ein facebook-Posting zu teilen, auf dem Eltern vor einem Typen warnen, der jungen Frauen auf der Straße nachsteigt und sie belästigt. Mit Bild und dem Hinweis, dass es kein Österreicher sei. Was dort nicht stand, dass der ein Mädchenbelästiger sei, weil er kein Österreicher ist. Stand da nicht. Nein. Trotzdem tobten die pawlowschen geistigen Einzeller sofort los. Was dieser Blaue für ein mieses Rassistenschwein sei und jetzt kämen halt diese xenophoben Hetzer aus ihren Löchern gekrochen – was die in ihrem blinden Geifer (ich habe mir ein paar der hasstriefenden Postings im Rosa Blatt gegeben; also im umgekehrten Fall hätte es Verhetzungsanzeigen gehagelt) absolut nicht begreifen – in dem Posting wurde vor dem Typen nicht gewarnt, weil er Ausländer ist oder sonst irgend etwas spezifisch rassentypisches aufweist, sondern weil er Mädchen nachsteigt, die daraufhin Angst haben abends vom Bus oder Bahnhof allein heimgehen zu müssen.

Wenn ich einen Weißen ein Arschloch nenne, dann, weil er für mich ein Arschloch ist.
Wenn ich einen Schwarzen ein Arschloch nenne, dann, weil er für mich ein Arschloch ist.
Im ersten Fall wäre ich der Held der #metoo-Wichtigtuer, im zweiten Fall ein Rassist. Warum? Weil nicht ich der Rassist bin sondern die, die meine Bewertung anderer Menschen durch ihre eigene rassistische Brille betrachten! Diejenigen, die sich nicht vorstellen können, dass ich persönlich dieses Posting besorgter Eltern ebenso geteilt hätte, wenn das Arschloch Johannes hieße und seit Generationen im Dorf wohnt oder ein Mbambiki aus dem unteren Kongo ist. Ich nenne Arschlöcher Arschlöcher weil sie Arschlöcher sind, und Leute, die mich dafür einen Rassisten nennen, können sich gleich in die täglich länger werdende Reihe jener stellen, die sich diesen Stempel abholen wollen. Nur weil diese geistigen Flachwurzler es sich nicht vorstellen können, dass jemand einen Menschen nach seinen Handlungen bewertet und nicht nach seiner Hautfarbe oder Herkunft, soll ich ein Rassist sein? Nur weil die zu blöd sind, sich etwas anderes vorstellen zu können? Ihr könnt mich halten, für was ihr wollt, ihr Vollpfosten, ich halte euch ja auch für Arschlöcher. So sind wir quitt.


Beim Thema Arschlöcher: jetzt hat man ja, mehrere Monate und eine Wahl nach dem Geschehen, die hier schon vor einiger Zeit erwähnten Scharia-Jünger veröffentlicht, die der Meinung sind, in Österreich hätten sich Menschen so zu benehmen wie sie es für angebracht halten und oben-ohne-Schlampen müssten sowieso vergewaltigt werden. Jetzt hat man die offensichtlich mit eingeklemmter Kurznudel durch das Gebüsch streunenden Tugendwächter einkassiert, und siehe da, es sind alles „anerkannte Flüchtlinge“ aus Tschetschenien (Wovor „flüchten“ die da?) und Afghanistan. Also geschenkte Goldstückchen, die man auch nicht weiter behelligt, denn sie hatten es ja sicher nur gut gemeint und waren voller Liebe und Dankbarkeit, als sie den armen verirrten Kuffar auf den rechten Weg lenken wollten. Dass dieser das auch noch missversteht, ja, die höchstpersönlichen Rechte der traumatisierten Schutzerflehenden auch noch brutal mit Füßen tritt und sie filmt, das konnten die Engelchen ja nicht ahnen.
Mal sehen, wie hoch die Strafe wird. Für den Fotografen natürlich, der sein rechtswidriges und rassistisches Handyvideo online gestellt und damit das Gejohle der rechten Rassistenbrut befeuert hat. Man muss schon die Täter- und Opferrollen politisch korrekt verteilen...


Wie ich jetzt von Arschlöcher zur SPD schwenken soll, weiß ich auch nicht. Ach ja, Pöbel-Ralle Stegner hat sich gemeldet, das lassen wir gelten, wenn der Maas schon mal den Mund hält.
„Wir scheuen Neuwahlen nicht!“ hat ja Schulz, der Gottkanzleraspirant, kurz nach dem Untergang Jamaikas aus seiner Egoismusblase getönt, und ein paar Tage hat die Starre der Verzückung angehalten, die seine Genossen immer befällt, wenn er sein messianisches Gequake ertönen lässt, doch dann hat ihnen wohl irgendwer aus irgend einem Sink-Tank, oder wie das bei den Rote heißt, die aktuellen Umfragewerte und die Wahrscheinlichkeit weiterer Stimmenverluste bei neuerlichen Wahlen erläutert. Und die Scheu vor Wahlen ist erwacht. Denn plötzlich kann sich Ralle Stegner, der bekannte geistige Brandstifter politisch motivierter Anschläge auf AfD-Politiker und ultralinke Gesinnungsgenosse des Linksextremisten Heiko Maas, doch wieder mit dem Gedanken anfreunden, sich an Muttis wallenden Busen zu kuscheln. Also nicht so ganz, nur so ein bisschen, da wo es weich ist. Der frische 8x4 (das ist ihre angestrebte Kanzlerdauer in Jahren)-Duft aus Merkels Achselhöhlen ist weit süßer als der Gestank der Gefahr mangelnder Teilhabe an der Macht. Und so trötet der Linkspropagandist der SPD vollmundig: „Neuwahlen wären ein Armutszeugnis!

Nein Ralle, ein Armutszeugnis ist neben eurer permanenten Haltungslosigkeit der Pirhouettentanz aus Verrenkungen, mit dem ihr jetzt zwar zu eurem Nein einer „Großen Koalition“ aus Gründen der „Glaubwürdigkeit“ steht wie eine dreifache Mutter zum weißen Kleid aus Gründen der Jungfräulichkeit, andererseits aber eine Merkel-Alleinregierung voll und ganz unterstützen würdet. Eine Koalition ohne Koalitionsvertrag; ihr glaubt also wirklich, glaubwürdiger zu sein, wenn ihr mit Merkel nicht einmal verhandelt sondern ihr gleich auf einer Schleimspur nachkriecht? In der Hoffnung auf von Merkels Tafel abfallende Brosamen der Macht und Gunstbeweise wie Pfründegeschenken? Damit seid ihr vor lauter Angst um weitere Stimmen- und Machtverluste, gefangen in eurem eigenen Netz aus Lug und Trug und präpotenten Sprüchen eines inkompetenten Kapitäns, noch tiefer gesunken als auch eure treueste Klientel sich jemals hätte vorstellen können. Ihr geht nicht einmal mehr das Risiko ein, von der pommerschen Matrone über den Tisch gezogen zu werden, nein, ihr krabbelt freiwillig zu ihr, getrieben von der Angst noch weiterer Verluste.
Genau das, ihr roten Pfeifen, wird euer Untergang sein! Hängt euch an Merkel, schenkt ihr die Macht, kriecht als ihre Schemel vor ihr im Dreck – wer soll euch noch wählen? Wer auch nur ernst nehmen? Kriecher werden als Versager wahrgenommen.
Weiter so, Genossen, ihr seid stramm unterwegs Richtung Einstellige.
Ich wünsche euch Erfolg!


Ach ja, kleine Schleichwerbung noch:
Ist ja ganz lustig, war ja wirklich umsonst, aber leider alles andere als kostenlos!

Mittwoch, 22. November 2017

Was der Almsascha im Hotel Imperial so von sich gab

von LePenseur


... sickert trotz aller Dementi immer weiter durch: bspw. Österreichs Richter seien »rechts«. Nun hätte LePenseur nichts dagegen einzuwenden, wenn die Mogelpackung des Jahres 2016 sich lächerlich macht, aber diese dummdreisten Wortmeldungen vor ausländischen Diplomaten beschädigen das Ansehen des ganzen Landes!

Als Pausenclown mag der Mann ja eine Nummer sein. Als Bundespräsident ist sowas ein Schande für die Republik.

Von Entmachteten, Mächtigen und Gemächten

Armutschgerl

Es ist schrecklich, wenn Menschen trotz hartem Arbeiten ganz ohne Verschulden ihren Arbeitsplatz verlieren und plötzlich vor der schweren Aufgabe stehen, schnellstens einen neuen Job zu finden. Da lernt man mühsam einen schweren Job, schuftet sich jahrelang die Knochen aus dem Leib und dann beschließt die Politik Sanktionen gegen Putin oder den Ausstieg aus der Energiegewinnung oder es baut auch einfach nur das Management Mist, und Zack! hat man von heute auf morgen keinen Job mehr und kann sehen, wo man bleibt.

Um wieviel härter muss es da sein, wenn man nichts Brauchbares gelernt hat, außer Blabla aus der Parteiakademie keine Realitätskenntnis besitzt, vom ersten Moment der Wohlversorgung in Papas Partei an nie einen Finger für produktive Arbeit krumm machen musste und irgendwann gerechterweise im Parlament davon lebte, als pawlowsches Parteihündchen beim Sabbern des Klubchefs das Pfötchen zu heben – und dann kommt dieser dreckige Wahlpöbel, der das nicht nur finanzieren sondern auch ohne Murren ertragen soll, und jagt einen vom Futtertrog.

Um das unverzügliche Abschneiden von einer Nabelschnur, durch die jeden Monat das mickrige Salär von 8755,80 Euro gepumpt wird, von dem es sich schon so extrem am Rande der Armut dahinsiechen lässt, dass man kaum gefeit ist gegen die Versuchung, unter dem Tisch herübergerschobene Briefumschläge anzunehmen, nicht in einem sofortigen gesellschaftlichen Absturz unter die Brücke enden zu lassen, hat der weise Sozialstaat ein Instrument geschaffen, um besondere Härten abzufedern.

Arbeitslosengeld.
Auch wenn man vorher nicht unbedingt gearbeitet hat.
Egal.
Wer aus dem Parlament abgewählt wird, dem steht eine kleine Notstandshilfe zu. Immerhin ist es nicht leicht, in kurzer Zeit einen annehmbaren Job zu finden für hochqualifizierte und überkompetente (Selbstbild) unbrauchbare und überhebliche (Fremdbild) Neo-Arbeitsmarktbereicherer. Also werfen wir ihnen gnädig Brosamen zu und helfen ihnen, sich auch weiterhin das Cocktailkleidchen und den Schampus leisten zu können, den zuprostend sie uns ASVG-Knechten lächelnd den Stinkefinger zeigen. Aber Eines gibt es noch, auch wenn es hart ist: Dieses Geldgeschenk fürs Nichtstun nach dem jahrelangen Pfötchentraining ist begrenzt. Auf schlappe 6.600 Euro.
Was für Armutschgerl...


Rechte Richter

Wer es noch nicht wahr haben wollte, der Oberste Notar der Republik Österreich hat es seinen EU-Freunden ausgerichtet: die Richter in Österreich seien eher rechts zu finden. Sieht man ja an den täglichen Höchststrafen gegen arme schutzerflehende Engelchen bei jedem noch so kleinen Verrutschen des Heiligenscheins, während stramme doitschnazionale Östarrraicher selbst bei schwersten Verbrechen mit Milde belohnt werden.
Könnte mal irgend jemand versuchen, durch die dicke Schicht aus nikotinvergilbtem Altersstarrsinn die Nebelkammer mit Realität zu füllen? Falls es nicht schon zu spät ist. Denn sonst wird sich das die nächsten Jahre noch potenzieren, dass man sich jedesmal denkt, wenn man nur sieht, wie das gelbbraune Schutzgatter zwischen Irrsinn und Realität sich öffnet: Bitte, bitte, schweig einfach! Wenn du jetzt sprichst, wird sich hinterher wieder jeder wünschen: Ach hätte er doch wenigstens heute mal die Klappe gehalten!
Aber ich befürchte, diesen pelzigen Geschmack auf den Ohren, wenn unser Substitutskaiser mal wieder unter dem Jubel seiner Hofpostillone seine peinlichen Weisheiten unter das Volk träufelt, werden wir noch oft erleben.


37 Jahre

Nach 37 Jahren ist Robert Mugabe, der alternativlose Dauerpräsident von Simbabwe, aus dem Amt und sogar von seiner eigenen Partei aus ihren Reihen gejagt worden. Einer der letzten großen sozialistischen Diktatoren Afrikas wird kurz vor dem biologischen Abtreten politisch entfernt.
Das macht Hoffnung und doch traurig.
Hoffnung, weil es, wenn selbst Mugabe ein Ablaufdatum hat (Fidel Castro ist nicht allein), es auch für Merkel eine Hoffnung gibt, auch wenn das noch ein Vierteljahrhundert dauern kann, von der CDU rausgeschmissen und aus dem Amt gekegelt zu werden. Ob Gauland das noch erleben darf? Wer weiß.
Traurig macht aber eines: es besteht nur eine sehr begrenzte Hoffnung, das etwas Besseres nachfolgen könnte.
Nach Mugabe oder nach Merkel?
Ist das nicht egal?


Pimmel am Himmel

Na, wenigstens gibt es noch moderne Kunst. Zumindest wäre es das wohl heutzutage, wenn jemand mit Katzenkot einen braunen Pimmel auf eine Österreichfahne schmiert. Aber wenn das jemand auf wirklich originelle und technisch herausfordernde Art (haha) und Weise am Himmel über einer amerikanischen Kleinstadt macht, dann toben die Schneeflöckchen.


Und so sieht sich das Militär genötigt, eine Stellungnahme zu heucheln, bei der die größte Schwierigkeit gewesen sein dürfte, ernst zu bleiben. Immerhin musste man Worte wie „Cocktrail“ oder „Flightjob“ vermeiden.

In einer Stellungnahme der Navy heißt es: „Diese Aktion der Besatzung ist völlig inakzeptabel und widerspricht den innersten Werten der Navy. Wir entschuldigen uns für diese unverantwortliche und unreife Tat.“

Falsch. Das einzige, was man an diesem Kunstewerk verbessern könnte, wäre die Performance: Zu dem Riesenpimmel noch zwei gigantische Möpse, und das über dem Himmel von Kabul!
Das wäre der Hammer!
Und dann als Stellungnahme der Navy: „Da seht ihr mal, was unsere Piloten drauf haben.“ Denn technisch, das muss man neidlos gestehen, ist das eine Glanzleistung. Ganz großes Tennis.
Aber so erinnert diese peinliche Entschuldigung nur an ein Zitat, ich glaube es war in „Platoon“, das sinngemäß so geht: „Sie lassen uns jeden Tag die Dörfer von Zivilisten bombardieren, aber sie verbieten uns, „fuck“ auf unsere Bomben zu schreiben, denn das wäre zu obszön...“
Heute könnten sie „#metoo“ draufschreiben.
Ansonsten hat sich nicht viel verändert.

Dienstag, 21. November 2017

Kollateralschaden Meinungsfreiheit (2)

von LePenseur


DiePresse schrieb gestern (von der APA ab, wie üblich):

Männer drohten oben ohne badender Frau mit Vergewaltigung

Bereits im Juni soll eine Gruppe von Männern an einem See in Niederösterreich einer Frau gedroht haben, sie zu vergewaltigen, wenn sie nicht ein T-Shirt anziehen würde. 
(Hier weiterlesen)
»Männer« .... hm. Welche »Männer« denn bitteschön? Große oder eher kleine? Nieder- oder Oberösterreicher? Überhaupt Österreicher? Oder brasilianische Sambatänzer, finnische Saunageher, vielleicht Schweizer Uhrmachermeister (oder Ricola-Kräuterrfinder)? Wer mag's wissen ...

Ach, da gibt's sogar ein Photo — vermutlich nur deshalb, weil das niederösterreichische »Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung« es zwecks Identifizierung veröffentlichte (die kleine Verspätung zwischen 15. Juni und heute ... tja, das kann passieren, wenn man Täter laufen lassen will exakt verifizieren will).


Sympathische Burschis! Mit mehr oder weniger Prophetengewölle auf der Hackfresse — mit einem Wort: waschechte Muselmänner. Man könnte auch »präpotente Arschlöcher« dazu sagen, aber das ist ohnehin fast dasselbe. Und gleichzeitig in ihrer Entwicklung zurückgebliebene kleine Wichser — doch auch das gehört bei dieser Sorte einfach dazu.

LePenseur ist keineswegs stets erbaut darüber, wenn Frauen ihre Badekleidung fallen lassen, um sich zu zeigen, wie Gott (und ihre Fehlernährung) sie schuf. Auch wenn die Gravitationsgesetze an ihnen zerren, ist der Anblick oft nicht wirklich anregend, da wünscht man sich ein wenig mehr Fähigkeit zu Selbstbeobachtung und -kritik! Dennoch käme LePenseur nicht auf die Idee, derlei Frauen mit Vergewaltigung zu drohen. Darauf kommen eigentlich nur Musel-Wichser.

Ach ja — der übliche Standardsatz nach solchen Artikeln:
Anmerkung der Redaktion: Wegen Verstößen gegen unsere Forenregeln musste die Kommentarfunktion zu diesem Thema deaktiviert werden. Wir bedauern.
Wir bedauern auch! Es muß ja irgendwie schrecklich sein, in einer Redaktion zu arbeiten, die vor Angst vorsorglich in jede Hose macht, die ihm ein Muselloch hinhält ...

Bereicherung

Da hat die Kleine wohl irgend etwas falsch gemacht. Vielleicht den falschen Sticker auf der Schultasche oder blonde Zöpfe oder überhaupt sichtbare Haare – jedenfalls brachte das eine bereichernde Fachkraft, die sich in das Heimatland des Bundespräsidenten der Herzen, der den Mädchen ja auch schon das Tragen von Kopftüchern empfehlen wollte, dazu, sich auf eine Achtjährige (!) zu stürzen und ihr brutal in den Bauch zu treten.
Ich hoffe nur, dass die unweigerlich aufbrandende rechtsextreme Hetze im Land der nach der einhelligen Meinung der „Standard“-Forumsblase aus den Löchern kriechenden Faschistenhorden dem armen Sonnenscheinchen nicht die Aufenthaltsgenehmigung kostet, der könnte uns sonst glatt aus der Fütterung fallen. Wo soll der denn hin? Solche Arschlöcher will doch keiner auf dieser Welt haben.

Auf ein Neues

Nachdem die teutonischen Roten ihre neue Aufgabe darin sehen, der verhassten AfD die Rolle als größte Opposition im Bundestag zu verwehren (jaja, der einzige Daseinszweck ist das Verhindern, das ist ein Erfolgsmodell, da können sich die Schulzianer was von den österreichischen Grünen erklären lassen…), blieb dem Hosenanzug zum Zwecke des Machterhaltes nichts anderes übrig, als eine Koalition mit den Grünen und den Liberalen anzustreben. Als ob sich „grün“ und „liberal“ nicht kategorisch ausschließen würden. Dass die Seehofer-CSU sich allem beugt, was Merkel ihr überzieht, ist ja inzwischen offensichtlich; da ist es vergessen, dass Dobrindt einst die Grünen als „Protestsekte“ und „politischen Arm der Steinewerfer“ bezeichnete.

Und jetzt ist das eingetreten, mit dem Merkel nicht gerechnet hat: Lindner lässt sich nicht einkochen. Die Medien hetzen jetzt natürlich los, er hätte die Verhandlungen „platzen lassen“; immerhin muss das Bild Merkels poliert bleiben. Dass Lindner nicht vergessen haben wird, dass die FDP es Merkel und ihren Propagandisten zu verdanken hat, schon einmal fast ins Nirwana befördert worden zu sein, wird dabei ausgeblendet. Die meisten Wähler haben es ja auch schon vergessen, diese geballte Hetze in den Medien gegen die FDP, die mit social bots aufgeputschte #aufschrei-Kampagne, das Trommelfeuer des Feuilleton, angeheizt von Merkels Busenfreundin Friede Springer und ihrem Medienimperium. Und diese FDP soll sich so lange verbiegen, bis sie in die von Merkel selbst geforderte Schablone der grünen Intoleranz und Selbstherrlichkeit passt, nur um der gleichen machtbesessenen alten Schachtel den Thron weiter zu garantieren?

Ich habe mich eher gewundert, dass die überhaupt an Sondierungsgesprächen teilgenommen haben. Sie haben damit nämlich exakt das erfüllt, was der Steinbeißer sofort gefordert hat, nämlich dass alle Parteien eine Verantwortung zu Gesprächen hätten. Das alte Steingesicht hat nur zwei Dinge dabei anscheinend vollkommen ausgeblendet: Erstens, dass es seine eigene SPD ist, die, siehe oben, sich allem verweigert, was nicht auf rot-rot-grün hinausläuft und zweitens, dass es eine andere Partei gibt, die noch vor zwanzig Jahren sofort zu Schwarz und Gelb dazugepasst hätte (weshalb es sie damals auch nicht gab, weil die gleichen Leute einfach bei CDU und FDP engagiert waren bzw. diese gewählt haben), die aber in einer beispiellosen propagandistischen Hetzkampagne zum Paria erklärt wurde und die, Steinbeißers Grollen hin oder her, gar nicht reden wollen brauchen, weil eh keiner mit ihnen reden wird. Die Gleichen, die jetzt nämlich tröten, dass sich keine Partei der Bildung einer Regierung widersetzen dürfe (was an sich ja schon vollkommener Blödsinn ist, aber im postfaktischen Zeitalter fällt das eh keinem mehr auf), schließen nämlich eine Partei kategorisch von jeder Regierungsbildung aus. Aber Kongruenz ist deren Sache nicht.

So wird es nur drei Optionen geben:
Erstens kann die SPD einknicken und sich doch wieder mit Merkel paaren. Dazu müsste sie sich nur ihres Gottkanzleraspiranten entledigen, denn der hasst Merkel wie die Pest (schon aus Rache, weil sie ihm damals in der EU den Juncker-Posten verhagelt hat) und hält es auch rein vom Ego her nicht aus, in einer Regierung nicht mindestens Kanzler zu sein. Es kann nur einen geben. Wie es aussieht, kriegen die Genossen den jetzt nicht wieder los, egal was das alte Steingesicht präsidial dahergrummelt; da hätten die 100-Prozentigen mal ihre Kollegen in der EU fragen sollen, wie der Schulz so klettet. Die zünden noch heute jeden Tag eine Kerze an, dass sie ihn los sind. Mit dem werden die Sozen noch ganz viel Spaß haben, denn der tut nicht wirklich was, um sich bei den Wählern beliebt zu machen. Passt schon so.

Zweitens könnte Merkel mit den Grünen eine Minderheitsregierung bilden und sogar mit Erfolg, wenn die AfD mitspielt. Die brauchen nämlich immer nur die Ersten sein, die das Ablehnen von Beschlüssen der Regierung fordern, und schon werden sich alle in der antifaschistischen Widerstandsfront zusammentun und die Regierung alternativlos vor den Angriffen von rechts schützen. Und wenn die Blauen auch nur einen Funken strategisches Geschick besitzen, wovon ich mal ausgehe, würden sie im Falle einer Minderheitsregierung (die es aber sehr wahrscheinlich nicht geben wird) genau das tun, denn besser können sie sich nicht profilieren und die restliche Opposition als Speichellecker Merkels entlarven. Da ginge sich bei der nächsten Wahl glatt eine Stimmenverdoppelung aus.

Drittens könnte alles nichts nutzen und Neuwahlen anstehen. Und das nur, weil man mit der einzigen Partei, mit deren Programm es eigentlich (also in der Theorie) die meisten Schnittpunkte gäbe, nicht einmal zu reden bereit ist. Der Ausgang dürfte ernüchternd sein, weil die Roten mit ihrem Kermit-Verschnitt nichts gewinnen werden, Merkel jetzt ihre Unfähigkeit zur Krisenbewältigung jenseits sinnleerer dahingeblockflöteter Worthülsen mit einigen Stimmen wird bezahlen müssen, die CSU nach Seehofers permanenter Kriecherei vor (oder besser: hinter) Merkel massiv verlieren wird (selbst wenn sie ihn jetzt noch schnell austauschen, da wurde an der Basis wohl zu viel Porzellan zerschlagen), die FDP wegen Standhaftigkeit trotz massiv aufbrandender Medienhetze leichte Zugewinne erlangt, die Grünen da vor sich hindümpeln, wo sie vor sich hindümpeln, und nur Die Linke und AfD ein paar Punkte zulegen werden, weil die Mitte ihre Wähler an die Ränder treibt. Mehr zur alten SED als zum alten CDU-Rand, denn die alten linken Mauerverbrecher sind ja heute gesellschaftsfähig, während die alten CDU-ler zu Nazis gestempelt und als Antidemokraten verhetzt werden.
Am Ende bringen auch Neuwahlen höchstwahrscheinlich eine Neuauflage der Patt-Situation, die sich durch konsequentes Ausgrenzen der AfD nicht wird lösen lassen. Und Merkel bleibt „geschäftsführende Bundeskanzlerin“ der BRD GmbH, bis der Thron in Brüssel frei wird oder die Hölle trotz Klimawandel gefriert.

Ach ja, es gäbe noch eine vierte Option: die Schwarzen schießen Merkel ab.
Aber damit ist nicht zu rechnen. Zu dick ist das Polster an Kriechern und Speichelleckern, dass sich die alternativlose Matrone um sich herumintrigiert hat. Da kommt kein verräterisches Brutus-Messer durch.
Auf ein Neues, das Ergebnis wird ein Altes sein.