„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Sonntag, 23. April 2017

Video zum Sonntag

Jörg Meuthen ist der Mann, der als Spitzenkandidat der AfD für die Bundestagswahl ebenso wie als Bundesvorsitzender meiner Meinung nach die beste Besetzung wäre – aber leider nicht will. Er ist die Intelligenz und Besonnenheit der AfD. Und seine Rede vor dem Bundesparteitag absolut hörenswert:


Selbst Frauke Petry, die sich mit ihren letzten Schachzügen irgendwie selbst matt gestellt hat, was ich bedauerlich finde, konnte ihre Eröffnungsrede nur verspätet beginnen, weil just in dem Moment, als sie beginnen wollte, Jörg Meuthen seinen Platz einnahm, was sofort von den Delegierten mit Begeisterung und Applaus quittiert wurde.
Wenn man ihm zuhört, versteht man, warum er so beliebt ist.

Nackte Zahlen

In der „Welt“ finden sich ein paar Gedanken, die erstaunlich sind. Weil es bisher doch als unaussprechlich galt, zuzugeben, dass die Masseneinwanderung unqualifizierter und auf dem Jobmarkt einer extrem verdichteten Industrie langfristig unvermittelbarer Analphabeten nichts anderes als eine Einwanderung in die Sozialsysteme bedeutet.

So verzeichnen die in Deutschland lebenden Syrer eine Hartz-IV-Quote von 75 Prozent. Ähnliche, wenngleich nicht ganz so dramatische Zahlen gibt es bei Menschen aus dem Irak und aus Eritrea. Diese Ziffer bezieht sich nicht auf Schutzsuchende, die in Sammelunterkünften wohnen, sondern einen eigenen Haushalt bilden. Kritiker warnen vor einer Zuwanderung in die Sozialsysteme. Tatsächlich offenbart ein Blick auf die längerfristige Entwicklung, dass Ausländer einen immer größeren Teil der Sozialhilfeempfänger in Deutschland bilden. Hatten 2011 erst 19 Prozent der Hartz-IV-Empfänger eine ausländische Nationalität, so betrug die Quote 2016 bereits 27 Prozent.“

Oh, Warner vor einer massiven Zuwanderung in die soziale Hängematte dürfen wieder „Kritiker“ genannt werden und nicht nur rechtspopulistische Rassisten und Hetzer? Schön.

Ob eine schlechte Integrationspolitik dafür mitverantwortlich ist oder nicht: Die jüngste Migration strapaziert die Sozialsysteme. Ein Großteil der finanziellen Lasten entfällt auf die Kommunen, weshalb der Deutsche Städtetag bereits Alarm schlägt.“

Immer dieser neckische Seitenhieb auf die „schlechte Integrationspolitik“, als ob Integration eine Einbahnstraße wäre, die ausschließlich vom Gastgeber zu befahren sei. Wer hier leben will muss sich auch hier einfügen wollen. Wollen. Alles klar?
Und nein, nicht nur die jüngste Migration belastet die Sozialsysteme, denn auch eine erkleckliche Anzahl der Passdeutschen, die im Sozialsystem leben, haben Migrationshintergrund. Das Sozialsystem ist schon die längste Zeit prall gefüllt mit kultureller Bereicherung. Deutsche sollen bis 73 arbeiten gehen, wenn es nach den Vorstößen der Obertanen geht, damit ihre multikulturellen Dunkellandverbunter seit zarten Jugendjahren bis zum hohen Alter wohl versorgt sind, auch ohne eine Sekunde für ihr Wohlleben gearbeitet zu haben.

Besonders putzig das System des deutschen Föderalismus. Königin Angela lässt per Dekret die Grenzen schleifen und alle Menschen einreisen, die nur schnell genug ihren Pass wegwerfen und „Asüül“ stammeln können. Dann drückt sie die Humangeschenke den Ländern und Kommunen aufs Auge, und die müssen dann sehen, wie sie damit klar kommen. Der Bund schafft an, das Land nimmt auf und die Gemeinde blecht. Ohne Chance, sich der Kostenstellen wieder zu entledigen. Das überträgt man wieder an die Länder, damit sich alle irgendwie gegenseitig aneinander abputzen können, koste es den Steuerzahler was es den Politiker wolle.

Die tatsächlichen finanziellen Belastungen gehen aber darüber hinaus. Denn sie umfassen unter anderem auch Ausgaben für Unterkünfte und Schulungsmaßnahmen. Das Münchner Ifo-Institut beziffert die direkten Mehrausgaben der Krise für Deutschland allein in diesem Jahr auf 20 bis 25 Milliarden Euro, und das ist noch nicht alles. „Die langfristigen Kosten hängen sehr stark davon ab, wie gut oder schlecht uns die Integration gelingt“, sagt Ifo-Wissenschaftler Poutvaara.“

Und wieder: nicht uns muss die Integration gelingen, sondern denen.

Prinzipiell können Migranten eine Volkswirtschaft durch ihre Arbeitskraft und ihr Wissen beleben. Im Falle der Flüchtlinge ist Poutvaara allerdings nicht allzu optimistisch, dass das auf absehbare Zeit der Fall sein wird.“

Bin ich auch nicht. Denn es liegt weder eine erkennbare Motivation zum Einsatz der Arbeitskraft vor noch scheint Wissen ein allzu verbreitetes Gut zu sein. Die Beleben gar nichts außer den Konsum und gelegentlich die Arbeit der Sicherheitsbehörden.

Da sich Flüchtlinge häufig in Städten ballen, drohen die Metropolen zu Armutskrisenherden zu werden.“

Nein, drohen sie nicht zu werden. Sind sie schon.
Ach, da war es wieder: Berlin...

Hauptstadt der Ahnungslosen

Berlin sammelt ja gerade Punkte, von was es alles Hauptstadt ist. Nach den Kaputtwirtschaftern, den Linksradikalen, den Bereicherern, den Flughafenversagern, den Verbrechern und den Ratten kommen nun die Ahnungslosen hinzu.

Genau 39.465 Menschen leben in Berlin, deren Asylanträge rechtskräftig abgelehnt wurden, die also kein Asyl bekommen.“

Soviel ist dem Innensenator, also dem Innenminister des Stadtstaates, bekannt.
Aber mehr auch nicht.
Wie lange sind die schon ohne Aufenthaltsrecht in Berlin? Keine Ahnung.
Wie viele haben andere Aufenthaltstitel, wie temporären subsidiären Schutz? Keine Ahnung.
Wie viele haben eine Niederlassungserlaubnis bekommen? Keine Ahnung.
Wo leben diese Leute, wovon leben sie, wer kümmert sich um sie? Keine Ahnung.

Eigentlich kann man das nur noch mit Arbeitsverweigerung im Amt umschreiben. Die farge ist doch nur noch, ob diese Arbeitsverweigerung und Ahnungslosigkeit aus reiner Dummheit resultiert, was mich bei einem roten Politiker jetzt nicht wirklich überraschen würde, oder aus Faulheit, was ich ebenso nicht ausschließen möchte, oder doch aus Berechnung, weil es einfach sicherer ist den Ahnungslosen zu spielen als den diffus verängstigten armlängengeschädigten und inzwischen täglich angepisster reagierenden potenziellen Zielscheiben islamischer Fahrschüler, zentralafrikanischer Drogendealer oder nordafrikanischer Antänzer die Wahrheit zu präsentieren.

An anderer Stelle schaut unser Staat sehr genau hin, im Finanzamt zum Beispiel oder bei der Gewerbeaufsicht. Da werden Fristen gesetzt, da werden Drohungen ausgesprochen und Verfahren angestrengt, da werden Konten gesperrt, da wird vollzogen.
Aber im Asylbereich gibt es ein Drunter und Drüber, wie man es sich nicht vorstellen kann.“

Ja, da geht es ja auch gegen die, bei denen man etwas holen kann. Denn die Politik will nur unser Bestes. In ihren Augen: unser Geld! Der Rest ist denen so egal, wie man sich nur vorstellen kann.
Rot-rot-grün eben. Kompetenzfrei, vorlaut und gierig. Nur bei der Einschätzung, ob sie einfach nur dumm sind oder gefährliche Intriganten, kann ich noch keine Entscheidung treffen.

Samstag, 22. April 2017

Radikalisierung

Vor einem Jahr zwitscherte SPD-Stegner seine persönlichen Ansichten zum politischen Diskurs in Form eines offenen Aufrufes zu Straftaten, was bei Roten ja ein Kavaliersdelikt ist:


Eigentlich nichts anderes als das wörtliche Umsetzen der Stegnerschen Ideen: Personal attackieren. Haus beschmieren, Auto zerstören. Linke Aktionen für Frieden, Toleranz und Herz.

Na, von wem geht die Radikalisierung in Deutschland wirklich aus?

Endlich!

Es wurde ja Zeit. Berlin ist endlich allumfassend Hauptstadt. Hauptstadt der Politversager, Hauptstadt der Pleitegeier, Hauptstadt der Flughafenvermurkser, Hauptstadt der aggressiven Linksradikalen, Hauptstadt der Deutschmuslime und nun auch Hauptstadt des Verbrechens, was jetzt aber absolut gar nichts miteinander zu tun hat.

Nach den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg ist Nordrhein-Westfalen der Flächenstaat mit der höchsten Kriminalitätsrate.“

Ha, und was haben alle vier gemeinsam? Ich meine, abgesehen davon, dass sie bereicherte Verbrechenshotspots, Pisaversager, megapleite und komplett heruntergewirtschaftet sind? Genau, alle werden konsequent von Rot-Grün regiert. Eine scheinbar wahrlich erfolgversprechende Konstellation.
Na dann, liebe Deutsche, wählt nur brav den Messias aus (haha) Nordrhein-Westfalen nach Berlin, damit er sich dort mit Katrin Göring-Eckardt und Sarah Wagenknecht zu einem wahrhaft fruchtbaren flotten Dreier vereinigen kann. Damit ganz Deutschland die Kriminalitätsrate und den Pleitepegel Berlins erreicht.
Wir schaffen das!

Nachtrag: Ach ja, Hauptstadt des Mülls und der Ratten ist Berlin inzwischen auch.

Marktgesetz

Ein unbestechlicher Beamter verkauft den Ärmsten der Armen, Schutz erflehenden Geflüchteten, die nur mit dem Hemd am Körper zu uns kamen, für teures Geld den Asylstatus.
Woher die das Geld haben? Egal. Für ein paar Tausender fragt man nicht.
Das zum Thema Ehrlichkeit auf beiden Seiten.

Freitag

Naja, das war ja gestern wieder ein interessanter Tag voller Meldungen, über unsere Lieblingsmigranten, unsere Lieblingsreligion und unsere Lieblingspolitiker.

Dass sich der vom ORF als gewalttätiger Franzose deklarierte Attentäter von Paris dann doch als Soldat des Islamischen Staates erwiesen hat, macht das Opfer auch nicht wieder lebendig und die Verletzten nicht gesund, aber es zeigt, dass das Verhalten doch ein Hinweis auf den Täter ist, egal ob man Informationen verschweigt oder verschleiert. Es stank nach radikalmuslimischem Anschlag und es war ein radikalmuslimischer Anschlag. No na.

Aber wenn wir schon beim Thema Anschlag sind: zum Leidwesen des „Tagesspiegels“ war es doch kein rechtsextremer Terrorist, der den BVB-Bus in die Luft sprengen wollte, sondern ein russischer Mafiosi. Hing wohl eine fette Spekulation auf Aktienverluste dran.
Ich hoffe, der kriegt so richtig Knast zum Quadrat und wird mit 3 knallharten Dortmund-Fans in eine Zelle gesteckt. Und nein, ich finde nicht, dass versuchter 20-facher Mord aus Habgier besonders abscheulich ist. Ich finde versuchten Mord aus Religionsfanatismus oder ideologischer Verblendung mindestens ebenso ekelhaft. Im Grunde ist mir das Motiv egal. Die Handlung zählt. Mordversuch bleibt Mordversuch.

Dass die Islamisten-Fakebriefe am Anschlagsort auf den Russen zurückgehen, dürfte klar sein. Der wollte die Gunst der Stunde nutzen und den radikalmuslimischen Jungmännchen mit ihren durchtrainierten Sprengkörpern seinen Dreck anhängen. Tja, liebe Gutlöcher und Empörkreischer, das ist weder Rassismus noch Islamophobie sondern einfach Statistik. Und dass ein Verbrecher die Verbrechen anderer Verbrecher als Tarnung für seine Verbrechen benutzt, naja, das hat was. Zeigt, dass Idioten nicht unbedingt dumm sein müssen, um Idioten zu sein.

Interessant wäre aber, zu erfahren, von wem der plumpe Versuch kam, das „den Rechten“ anzuhängen. Ich vermute mal, der entsprechende Personenkreis ist bei der großen Party der Demokratiefeinde auf dem Heumarkt in Köln am Wochenende dabei. Das Interesse des Staates an der Herkunft dieses „Bekennerschreibens“ dürfte enden wollend sein. Man will ja seine nützlichen Idioten nicht allzu sehr gängeln.

Doch weg vom Anschlag und zurück zu den Radikalmuslimen. Da gibt es mal wieder ein richtungsweisendes Urteil unserer Justiz, das einem so richtig den Kakao von gestern per reversierender Peristaltik aus dem Gesicht drückt.

Da wollten stockmuslimische tschetschenische Eltern ihre dreizehnjährige Tochter in der Türkei zwangsverheiraten, die konnte abhauen und kehrte alleine nach Österreich zurück. Die Eltern, denen die Tochter bereits vom Jugendamt entzogen war, erzählten natürlich ein Märchen aus 1001 Nacht, das Beste daran, dass die Dreizehnjährige allein durch halb Europa zurück in die Obhut des Jugendamtes reist, weil ihr langweilig war. Und natürlich alles erfunden hat.

Die Eltern sind absolut glaubwürdig für unsere Justiz. Die Tochter wurde der Familie entzogen, weil sie im westlichen Schweineumfeld renitent wurde und deshalb vom Vater regelmäßig grün und blau geprügelt wurde. Jetzt hatte sie auch noch einen Freund geangelt, der nicht aus der eigenen Community war, und da klingt die Geschichte mit der schnellen Zwangsverheiratung, um die Tochter aus den Krallen des Jugendamtes der Kuffar und der westlichen Verderbnis zu „retten“ plötzlich gar nicht so unwahrscheinlich.

Aber seit wann sollte ein Gericht dem Opfer, das nicht zum ersten Mal Opfer wurde, Glauben schenken und die Worte von Tätern anzweifeln? Und das bei der latenten Gefahr, sich dem gesteigerten Interesse der tschetschenischen Community auszusetzen. Also hat einmal mehr die Faktenkreativität gesiegt.

Beim Thema Faktenkreativität. Da dürfte jetzt aber einigen „Austrotürken“ ordentlich die Muffe gehen. Es gibt im Lande der Kuffar ein geflügeltes Wort, das nur jene kennen, die sich dafür interessieren und die Ungläubigen nicht nur als ekliges Melkvieh und minderwertige Sklaven betrachten: Lügen haben kurze Beine!

Nachdem ein Auszug aus dem Wählerverzeichnis für in Österreich lebende Türken aus der ansonsten recht wasserdichten Community diffundiert ist (Tja, Recep, du hast auch einige Türken, die gerne hier leben und die Freiheit hier für etwas Erstrebenswertes halten, dermaßen angepisst, dass die bisher ganz gut funktionierende innertürkische Loyalität bröckelt – wer Wind sät, wird Sturm ernten. Noch so'n Sprichwort.) könnten sich die Behörden seelenruhig daran machen, die Namen mit gemeldeten österreichischen Staatsbürgern zu vergleichen. Sie können aber auch noch einen Moment warten, bis irgendwelche Gesetze erlassen werden, die sowas unter Strafe stellen. Risiko macht das Leben spannend.
Obwohl, wenn ich an den Freispruch für die Tschetschenen oben denke, wird den Türken bei der Justiz wahrscheinlich nichts passieren. Wir haben schon so viele Gesetze, auf die bei Bedarf einfach gepfiffen wird, da kommt es auf eines mehr oder weniger auch nicht an.

Aber trotzdem kann ich mir denken, dass da bei einigen jetzt die Sicherung zu wackeln anfängt. Vor Allem, da der (böse blaue) Landesrat Podgorschek bereits angekündigt hat, jedem, der erwischt wird, sofort und unwiederbringlich die österreichische Staatsbürgerschaft zu entziehen. Übrigens, im Gegensatz zu den Gutlöchern, die sofort zum empörten Toben angesetzt haben, absolut rechtskonform. Der muss das sogar tun, weil er sonst gegen das Staatsbürgerschaftsgesetz verstoßen würde, was für einen Politiker, dessen Job es ist, dieses Gesetz zu wahren, schon peinlich wäre.

Ach ja, wer glaubt, dass die Grünen sich da jetzt für ihre Fans bei den Anhängern des Sultans in die Bresche schlagen würden, der irrt. Die haben gerade ganz andere Probleme.

Besonders putzig an der Posse finde ich ja, dass die nicht nur erst warten, bis jahrelange Verfahren durchgezogen sind und Millionen darin und in Planung versenkt wurden, bis sie ihre mickrige Handvoll Mitglieder fragen (der Rest der Wiener ist nicht gefragt; wer kein grüner ist ist kein richtiger Mensch und damit nicht abstimmungsberechtigt) sondern auch noch geschlagene 18 Stimmen das ganze Projekt in die Tonne treten. So stellt man sich Kompetenz und Demokratie vor. Was für ein Versagerverein! Erst machen die Jungkommunisten einen auf Zwergenaufstand, dann fährt die autokratische Chefin brutal durch die Truppe bis sie sich in einem reinen Streitkessel wiederfindet und dann blamiert die Vizebürgermeisterin, deren einzige Aufgabe es war, als im Staub zu seinen Füßen hockender Schemel dem Kaiser von Wien den Aufstieg auf den Amtsschimmel zu ermöglichen, sich auch noch mit dieser Posse um einen hässlichen Büroklotz.
Denen wünsche ich einen guten Rutsch in die Einstellige. Der Weg stimmt, geht ihn nur konsequent weiter.

Ach ja, Grüne, da war ja noch was gestern. Feier in der Filterblase rund um den Bundeswauwau. Für die angeblich spontane Videobotschaft einer ziemlich mies hetzenden Holocaust-Überlebenden wurde, Tata!, eine Werbeagentur mit Gold überschüttet. Och, war da irgendwas nicht ganz authentisch am Wahlkampf unseres Neo-Heimatverbundenen und -Jagdwaffenbegeisterten? Hätten wir uns nie gedacht. Schön, dass sie sich dafür auch noch in Selbstbeweihräucherung suhlen.

Und zum Thema Selbstbeweihräucherung gibt es auch noch was. Hatten wir ja auch erst vorgestern hier, diese herrliche Pizzaposse, mit der sich der amtierende Ungewählte mit seinem schwarzen Herausforderer und dessen „Geilomobil“ auf eine Stufe gestellt hat. Schön, dass Kern jetzt langsam den Punkt erreicht, den Kurz als Student schon hinter sich gelassen hat. Kindergarten.
Besonders erheiternd dann das:

"Der SPÖ- Vorsitzende hat sich in seinem Luxus- Dienstwagen zu jener Adresse chauffieren lassen, wo er dann diesem 'überraschten' Wiener SPÖ- Funktionär eine Pizza zustellte. Und noch dazu hatte ein echter Pizza- Bote mit seinem Fahrzeug die Capricciosa bis zur Haustür bringen müssen - der Kanzler übernahm nur die letzten Meter bis zur Wohnung."

Haha, da tönen sie, sie wollen „zu den Menschen gehen“ und ihnen „zuhören“, und am Ende geht er nur zu einem SPÖ-Funktionär, um sicher zu gehen, dass er nichts zu hören bekommt, was nicht werbekampagnentauglich ist. Dass nur kein Piekser in die rote Filterblase kommt. Und glaubt wahrscheinlich sogar selbst, es bei seinem eigenen Stadtfunktionär mit einem Vertreter des „Mittelstandes“ zu tun zu haben. Das ist wirklich kein Elfenbeinturm mehr, denn der berührt am unteren Ende immer noch den Boden, nein, das ist ein großer Ballon, der in den Wolken schwebt. Und da oben spielen sie „Volksnähe“, indem sie sich gegenseitig besuchen. Wie zwei kleine Kinder, die „Kaufmannsladen“ spielen und jetzt glauben, als echte Händler durchzugehen. Wie putzig!

Aber irgendwie bin ich doch froh, dass das alles nur eine Posse war. Hatte ich doch schon vorgestern angekündigt, wenn die Gefahr besteht von einem dampfplaudernden Linkspopulisten überfallen zu werden, vorsichtshalber auf Nahrungsmittelzustellungen und Handwerkerleistungen zu verzichten. Nun kann ich wieder sorglos die heimischen Dienstleistungsbetriebe unterstützen und den Klempner rufen, ohne Angst haben zu müssen, plötzlich Kern in Super-Mario-Verkleidung unter meinem Abfluss liegen zu haben.

Freitag, 21. April 2017

Man zeigt uns "die Instrumente"

von LePenseur


... wie das im Jargon der Inquisitoren seinerzeit so schön hieß. Heute natürlich andere als anno dazumal, und es geht auch nicht darum, eine "Rechtfertigung durch gute Werke" zu bekennen (bei Katholen) oder zu verdammen (bei Protestanten), sondern darum, dem Götzen "Finanzsystem" willfährig zu opfern:
Grazer Bäckerei schafft das Bargeld ab

In Graz wurde das erste bargeldlose Geschäft Österreichs eröffnet. Es ist nur Kartenzahlung möglich.
21.04.2017 um 12:07

Was in skandinavischen Ländern schon längst Usus ist, startet jetzt auch in Österreich. In Graz hat am Freitag das erste bargeldlose Geschäft Österreichs aufgesperrt. In einer Filiale der Bäckerei Martin Auer kann man ausschließlich mit Kredit- oder Bankomatkarte bezahlen. Das Unternehmen will den Schritt nicht als "Wunsch nach einer generellen Abschaffung des Bargeldes verstanden wissen", sondern weist vor allem auf die Zeitersparnis und die Minimierung von Fehlerquellen hin.
(Hier weiterlesen)
Na klar! Es geht nur um Fehlervermeidung! Nicht um die Einführung des gläsernen Bürgers durch die Hintertüre, nicht um das Geschäft mit "Big Data" ... abernichtdochogottwerdenktdennansowas!

Ein Kommentarposter fand dazu die richtige Antwort:
zyks
wenn er mein geld nicht mag - bargeldlose transaktionen sind für mich eine qual. sollte ich wieder einmal in seine filiale kommen, packe ich die sachen in den einkaufskorb - und liefere es bei der kasse ab. wenn er dann kein bargeld annimmt, gehe ich halt ohne waren durch. das einräumen überlasse ich seinen angestellten.

wenn das mehrere machen, bin ich mir sicher, dass das konzept bald baden geht. 
Chapeau! Touché! Außerdem ist das ganze natürlich (Libertäre bitte weghören!) mehr als zweifelhaft in seiner Legalität, wie der anschließende Thread beweist:
hwolf13
Dachte, dass in AT die Geschäfte verpflichtet sind Bargeld anzunehmen. Ist dem nicht so? Weiß da jemand die gesetzliche Lage?

Mike Black
Ja und nein. Es besteht die Verpflichtung Euro-Bargeld anzunehmen. Das ist im Scheidemünzengesetz §8 geregelt.
Der Bäcker hat aber keinen Kontrahierungszwang. Er muß Ihnen also nichts verkaufen wenn er nicht möchte. Und wenn Sie auf Bargeldbezahlung bestehen will er halt einfach nicht.
Somit ist es legal.

Schnauzerone
scheint strittig zu sein, siehe NahversorgungsG

andi102
Nein sind sie nicht. Er muss dir ja nichts verkaufen. Übrigens finde ich auch positiv, dass das unhygienische bargeld nicht mehr mit meiner semmel in kontakt kommt (via verkäuferhand)

carullus
Doch, muss er. Gewerbliche Letztverkäufer sind verpflichtet Waren, die den notwendigen Bedürfnissen des täglichen Lebens dienen, an Verbraucher in Haushaltsmengen abzugeben (Kontrahierungszwang), siehe § 5 NahversorgungsG. Die unbeschränkte Annahmeverpflichtung für Banknoten ergibt sich dann aus § 61 Nationalbankgesetz.

Toast
"... das unhygienische bargeld ..."
Ich nehme an sie ziehen sich auch Handschuhe an um ihr Smartphone zu bedienen?

Kalliste
ja, wenn man sich die Tastaturen bei so manchen Bankomaten und Einzahlungsautomaten anschaut ... uhi, da musst kein Phobiker sein um das ekelig zu finden ... 
Aha. Wenn sich bspw. ein Bäcker weigert, für eine Schwulen-"Hochzeit" eine "Hochzeits-"Torte mit GayPride-Symbolen verziert zu backen, dann wird er per Vorwurf eines "Haßverbrechens" kriminalisiert, durch Medienpogrom zum Aussätzigen gestempelt, und durch "Schadenersatz"-Klagen wirtschaftlich plattgemacht: Aber wenn ein Bäcker in seinem Geschäft einfach verfügt, daß sich die Oma gefälligst eine Bankomat- oder Kreditkarte anschaffen soll, wenn sie ein Semmerl haben möchte, und wenn ihr das nicht paßt, sie doch, mit Verlaub, halt schei*en gehn soll, dann ist das okay?

Sorry: da stimmt doch was nicht ...





Unreformierbar

Die Chefin des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger hatte das ehrgeizige Ziel, das System zu reformieren. Erwartungsgemäß scheiterte sie an der typisch österreichischen Betonitis. Denn, wie es im Artikel so schön heißt:

Kritiker Rabmer-Kollers begründen ihr Scheitern auch mit ihrer Unfähigkeit, Unterstützer für Reformen innerhalb der Sozialversicherungen zu finden. "Sie hätte eben die Bundesländer motivieren und ins Boot holen sollen", heißt es.“

Genau das ist das Problem. Wenn man das Gesundheitssystem bezahlbar machen möchte und mit Zwangsbeiträgen und Steuergeld der hart arbeitenden Menschen sorgfältiger umgehen, dann rennt man bei den Angestellten des Volkes nicht etwa offene Türen ein sondern prallt gegen eine meterdicke Teflon-Schicht. Da muss man die Politik erst „motivieren“, genau das zu tun, wofür sie eigentlich mit üppigen Steuergeldbeträgen gemästet wird, nämlich im Sinne der Steuerzahler Reformen zu unterstützen.

Das Versagen sehe ich nicht bei Frau Rabmer-Koller, sondern bei der Politik.
Österreich ist unreformierbar.

Einzelfall

Und täglich grüßt der Einzelfall.
Im ORF klingt das nach chronischem Gewalttäter, wobei Wert darauf gelegt wird, festzustellen, der Attentäter wäre „Franzose“. Okay, Danke, wir wissen Bescheid.
Der IS hat inzwischen seinen Soldaten gelobt und den Mord für sich reklamiert.
Hat jetzt aber nix mit nix zu tun.
War nur eine Wahlkampfveranstaltung pro LePen...