„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Dienstag, 22. August 2017

Überraschung

Eine Überraschung erlebte der Pfarrer von Wieselburg. Die Kirche war aufgebrochen, verwüstet, geschändet und das Altartuch danach als Klopapier benutzt. Zum Glück fand sich angeblich ein Pentagramm aus Sand, so deutet alles auf satanisches Wirken hin.
Sonst könnte man fast glauben…

Guselkabinett

Eine jener Gestalten aus dem Dunstkreis der Roten, auf deren mediale Präsenz nach ihrem Abgang man für den Rest seines Lebens gerne verzichtet hätte, gerät nicht nur in den Fokus der Medien sondern drängelt sich, bezeichnenderweise in einem der parteinahen Gratisblätter, zurück in die Aufmerksamkeit der Medienkonsumenten: Alfred Gusenbauer, der Kanzler von der traurigen Gestalt, dessen Scheitern nur sehr kurze Zeit zu einem Aufatmen führte, weil ihm, was damals kaum jemand für möglich hielt, etwas Schlimmeres nachfolgte. Ich kann mich noch an meine damalige Bestürzung erinnern, als ich nach einigen Monaten Faymann erkennen musste, dass ich Gusenbauer rückblickend sogar für erträglich hielt, was mir während seiner Kanzlerschaft nur selten widerfuhr.

Da seine Peinlichkeit gerade dabei ist, wie schon gestern hier festgestellt wurde, den Roten dabei zu helfen, das wahre Gesicht (nennen wir es mal so) hinter der Maske der sozialen Gerechtigkeit und fairen Umverteilung zu zeigen, wofür ihm gar ein gewisses Maß an Dank gebührt (obwohl Dank wohl das falsche Wort ist, so wie ja auch dem Erbrochenen nicht Dank gebührt, nur weil man aus diesem ablesen kann, an welchem Grad der Völlerei der Körper leidet), habe ich sein aktuelles Interview in „heute“ mit Interesse verfolgt – und wurde in Erwartung weiterer Peinlichkeiten nicht enttäuscht.

Gusenbauer wettert gegen „mediales Kesseltreiben““

Typische Strategie: Man furzt in der vollen Straßenbahn und wettert dann lautstark gegen das Ferkel, das dafür verantwortlich ist, dass es so stinkt.
Aber mit Kesseltreiben kennt sich der Herr ja aus, immerhin war er offensichtlich mitverantwortlich für das inzwischen ein ganzes Jahrzehnt dauernde Kesseltreiben und die mediale Hetze inklusive künstlicher Klagsflut gegen Grasser. Und an diesem ebenso permanenten wie bis heute erfolglosen Versuch, einen Menschen medial zu schlachten und sozial zu isolieren, muss sich auch ein Herr Gusenbauer messen lassen.

Da werden triefende Unwahrheiten verbreitet. Die Fakten interessieren manche Journalisten überhaupt nicht, sondern sie zeichnen unbeirrt von der Realität ein falsches Bild von mir.“

Nein, das war, auch wenn es in diesem Falle sogar stimmen würde, nicht der KHG, sondern der Gusi. Welche Unwahrheiten werden verbreitet? Dass er in einem Geschäftsnetzwerk mit mehr als zwielichtigen und mutmaßlich hochkorrupten Gestalten verstrickt ist, dem vorgeworfen wird, dubiose Geschäfte mit afrikanischen Despoten zu machen? Dass Protagonisten dieses Netzwerkes wegen dieser Vorwürfe sogar schon in U-Haft saßen und sitzen? Dass dieses Netzwerk auch über ihn mit der heimischen SPÖ verbandelt und verknüpft ist und auch Seitenfäden zu heimischen Konzernen besitzt, die ihre Großaufträge wiederum von den gleichen Leuten bekommen, die Geschäftsbeziehungen mit diesem Netzwerk haben? Alles triefende Unwahrheiten? Oh. Dass das keiner dem Mossad erklärt hat.

In dieser von ihnen geschaffenen Realität soll ich für SPÖ schädlich sein. Dieses falsche Bild dient dann als Anlass für das mediale Kesseltreiben gegen mich.“

Stimmt, schädlich ist er nicht. Nicht mehr als der ganze Rest des roten Sumpfes, der um ihn herum blubbert. Nur in einem irrt er: diese Realität haben nicht Medien geschaffen, sondern die Genossen selbst. Das Bild eines korrupten Sumpfes ist nicht falsch. Es ist nur ungewohnt, denn sehr lange haben es die Sozen verstanden, ihre Tümpel gut zu verstecken, aber wie das Sprichwort so schön sagt, irgendwann fangen alle noch so gut im Keller versteckten Leichen an, bis unters Dach zu stinken.

„Außerdem bin ich nicht Teil des Wahlkampfteams der SPÖ, ich habe keine Funktion dort.“

Ach. Selbst wird jeder Furz eines FPÖ-nahen Blasmusikkapellenleiters hergenommen, um riesige Wellen zu schlagen, und zu Gusenbauers Zeiten war kein Dorffunktionär zu klein und kein Büromitarbeiter irgendwelcher Provinzblauen zu unbedeutend, um nicht aus jedem von denen gekauften T-Shirt eine Staatsaffäre zu stricken, aber wenn einem plötzlich selbst der Blitz in die Schüssel fährt, während man draufsitzt, dann ist das plötzlich an eine Funktion im Wahlkampfteam gebunden?
Ach, helfen nicht alle Genossen fleißig mit? Geht den Rest der SPÖ die Wahl nichts an, wird die allein vom Niedermühlbichler und dem Kern geführt? Wählen die letzten Verblendeten im Oktober eigentlich nur das Wahlkampfteam, und der Rest der SPÖ hängt da nur so zufällig dran? Und wer keine Funktion im Wahlkampfteam hat, bei dem ist die Intensität des Miefs egal?
Interessantes Denkschema.

Für vieles was mir unterschoben wird, bin ich weder zuständig, noch verantwortlich oder sonst etwas. Ich bin einfach ein gesetzestreuer österreichischer Steuerzahler. Punkt.“

Ach, da muss ich jetzt aber nicht mal mehr den Grasser bemühen, bei dem das bis jetzt sogar Gerichte immer wieder festgestellt haben oder einfach aufgegeben haben, etwas anderes feststellen zu können, nein, da reicht es, einen beliebigen österreichischen Kleinunternehmer herzunehmen und die Messlatte der Roten anzulegen. Oder ich nehme einfach mal den Strohsack Franzl her. Der hat im Gegensatz zum ehemaligen Prinzregenten der Arbeiterpartei real tausende Arbeitsplätze in Österreich geschaffen und haufenweise Steuern gezahlt, aber den Umgang der Roten mit ihm im Wahlkampf war mit unappetitlich noch diplomatisch umschrieben.

Was der Gusenbauer da absondert ist peinliches Mimimi, das billige Greinen eines Kindes, das plötzlich erkennen muss, wie ungerecht die Welt ist, weil ihm jetzt das Gleiche widerfährt, was man selbst nur anderen an den Hals gewünscht und geschickt hat.

Was daran nicht mit sozialdemokratischen Werten vereinbar sein soll, weiß ich nicht.“

Tja, genau das ist ja der Punkt. Ganz exakt das. Die Nadelstreifgenossen aus der Sozenschickeria schlürfen mit dubiosen Spekulanten Austern und spülen mit Schampus nach und begreifen nicht, wo das mit sozialdemokratischen Werten unvereinbar sein könnte. Über was sagt das jetzt mehr aus, über die Sozialdemokraten oder über deren angebliche Werte?
Aber keine Sorge, lieber Gusi, du musst es nicht wissen. Wir wissen es. Das reicht.

Ich arbeite viel und bin permanent rund um die Welt unterwegs. Ich versuche, meiner Tätigkeit als Kaufmann, Investor und Aufsichtsrat nachzukommen. Das bringt zwar einen gewissen Ertrag, aber im Vergleich zu dem, was bei wirklich erfolgreichen Unternehmern zu Buche schlägt, ist das alles bescheiden.“

Danke für den brutalen Schlag in die Fresse jedes kleinen und mittleren Unternehmers, der nicht über politische Seilschaften verfügt und während einer politischen Amtszeit Netzwerke knüpfen kann, der mühsame Akquise betreiben muss um seine Ware, für die er ein die Konkurrenz in den Hintergrund drückende Qualitätsmerkmale erfinden muss und deshalb nicht zu den „wirklich erfolgreichen Unternehmern“ gehört, die die Bezüge eines Herrn Gusenbauer einkassieren können. Es ist erstaunlich, welches Maß an Präpotenz und Kaltschnäuzigkeit in diesen elitären Sozenkreisen erreicht wird und es ist erhellend, mit welcher Selbstverständlichkeit hier diese Selbstherrlichkeit auf dem silbernen Tablett gereicht wird.

Das Bild ist ernüchternd: die Partei, die in Klassenkampfvideos den wirklich aus eigener Kraft wirtschaftenden Unternehmer als mafiösen Blutsauger darstellt, mästet in ihrem Obergeschoss Typen, die keinerlei Genierer mehr haben, ihre während vom Steuerzahler bezahlten Amtszeiten aufgebauten Netzwerke zum lebenslangen Geldverdienen zu nutzen und dann auch noch den kleinen Unternehmen ein präpotentes „Ätsch, ihr Loser, zahlt und kuscht!“ zuzurufen.

Manche Kritiker haben ein anderes Problem: Schon als ich damals Bundeskanzler geworden bin, war es für sie ein ungerechtfertigter Unfall der Geschichte. Dann haben sie versucht, mich abzuschießen. Als das gelungen war, bin ich aber zur allgemeinen Überraschung nicht in Sack und Asche durch die Gegend gewandert. Sondern ich habe ein neues Leben aufgebaut, das nicht ganz unerfolgreich ist. Das passt natürlich in das selbstgeschaffene Bild einiger Journalisten überhaupt nicht hinein.“

Mimimi. Mimimimimi. Mimi.
Was für eine Peinlichkeit. Der Mann war für mich als Kanzler untragbar. Seine Wohlversorgung im Dankbarkeitsnetzwerk erwartbar, alles andere wäre ein Traditionsbruch. Und jetzt stellt der das als von ihm mühsam erkämpften Erfolg hin. Ist das putzig!
Ich behaupte einfach mal, dass unter den normalen Bedingungen des freien Marktes der Herr Gusenbauer aus eigener Kraft kaum aus der Ebene der Klinkenputzer aufgestiegen wäre. Und bis heute spreche ich ihm ebenso wie dem jetzigen Kanzlerdarsteller, vom Taxler rede ich gar nicht, die Überlebensfähigkeit mit seinen Innovationen am freien Markt ab. Die haben nichts zu bieten, was die freie Wirtschaft brauchen kann, außer einem Netzwerk zu Entscheidungsträgern, die Staatsaufträge gegen Dankbarkeitsposten versprechen.
Man beweise mir das Gegenteil.

Montag, 21. August 2017

Tröstliches

„Aufatmen in Marseille“, jubelt n-tv, „der Fahrer des Kleinwagens, den er in zwei Bushaltestellen lenkte, ist offensichtlich kein Terrorist, bei ihm wurden Papiere einer psychiatrischen Einrichtung gefunden.“
Das wird die Angehörigen des Opfers und die Verletzten aber beruhigen. Welcher Tote atmet nicht auf, wenn er feststellt, dass er kein Opfer eines muslimischen Terroristen sondern nur eines muslimischen Irren geworden ist, wobei sich mir der Unterschied jetzt nicht wirklich erschließt?
„Der Polizei war der Mann bekannt wegen Drogendelikten und Waffenbesitz.“
Das muss nichts heißen.
„Zeugen sagen aus, er hätte „Allahu akbar!“ gerufen.“
Das darf nichts heißen.
Mehr kann man dazu nicht sagen.

Hass und Hetze

Muss man dazu noch etwas sagen?
Ein Facebook-Post einer CSU-Funktionärin zu den Anschlägen in Barcelona:

Bei solchen CSU-Funktionärinnen weiß man, warum der Seehofer so zahm daherkommt. Abgesehen von der rein optischen Abschreckung (ich dachte im ersten Moment, der Hofreiter Toni hat sich rasiert, da hätte ich auch das Posting verstanden)...
Besonders erstaunlich finde ich an der Causa aber die hinter dem Ganzen steckende Ideologie. Nicht radikale Muslime oder jene, die das Eindringen solcher in die EU befördern oder das Abschieben solcher unmöglich machen sind schuld am detonativen Missionierungswahn der sprenggläubigen Surensöhne, sondern die AfD. Das muss ja jedem einleuchten, denn immerhin gab es vor der AfD ja nirgends muslimischen Terror auf der Welt, und in der EU schon gar nicht.
Eine CSU mit solcher Basis kann locker mit den Grünen und der Linken eine Koalition bilden.
Meine Fresse, was für eine von Hass durchseuchte Welt, kein Wunder dass solche Gestalten allen anderen Hass und Hetze unterstellen – sie können halt nicht anders, als von sich auf andere zu schließen...

Sittenbild

Den Sozen fliegt gerade ihre ganze Freunderlwirtschaft um die Ohren. Nach dem zeitlich höchst unpassenden Aufkochen der Connections hinter den Kulissen der „sozialen Gerechtigkeit“, vor denen Kleinunternehmer und Gastwirte zum Erquicken der eigenen Cheerleader als generalverdächtige Steuerverbrecher geschlachtet werden, und hinter denen sich die Kämpfer für die „Kleinen Leute“ und die Mindestpensionserhöhung um 6 Euro mit Spekulanten, dubiosen Geschäftemachern und windigen Gestalten im Bett suhlen, ihre Exparteivorstände in wirtschaftliche Netzwerke verstricken und ihre Familienangehörigen bei Konzernen unterbringen, die gleichzeitig Auftragnehmer des Staates sind und mit fetten Spenden befreundete politische Parteien mästen, offenbart sich ein verheerendes Sittenbild.

Die Causa Gusenbauer dürfte sich für den Ungewählten dabei zu einem ziemlichen Bleigewicht auswachsen, das ihm ordentlich an den Füßen zieht. Dass im Schatten der strahlenden Auftritte des Slim-Fit-Gerechtigkeitskanzlers, der den eigenen Genossen nach den Peinlichkeiten Gusenbauer und Faymann endlich wieder als herzeigbare Frontfigur erschien, ein Sumpf aus Korruption und Zwielicht brodelt, raubt den Sozen jegliche Glaubwürdigkeit. Sich als Interessenvertreter der Kleinen aufzuspielen, dabei immer aktiv gegen die BMW-Wirtschaft („Bäcker-Metzger-Wirte“) vorzugehen, nur verbal auf die „Superreichen und Spekulanten“ einzudreschen und sich dann ausgerechnet mit den dubiosesten von denen auf ein Packerl zu hauen, das funktioniert nicht.
Man erinnere sich: Man hat Haider einst (durchaus zu recht) immer vorgeworfen, dass jemand, der im Porsche posiert, als Vertreter der einfachen Leute unglaubwürdig ist. Was sind dann die Roten?

Und in das Schema passt ja auch der kleine Niko. Ich würde es mir ja sparen, den Sohn vom Fahrdienstleiter mit auf die Bühne zu zerren, aber das hat ja der Papa ganz allein schon als Erster gemacht. Jetzt fällt das natürlich zurück. Dass der Liebhaber teurer Uhren diese nur von einem Freund geliehen hat, sagt ja, ohne dass der das überhaupt bemerkt, einiges über seine Freunde aus. Auch die ultralinke Parteijugend lässt sich nicht nur gern in einem Konzern versorgen, dem der Papa die Aufträge besorgt, sondern umgibt sich bereits mit Freunden aus den Reihen genau jener Superreichen, gegen die vorne so gewettert und mit denen hinten in den Decken gesuhlt wird. Man holt halt, was einem zusteht. Und fühlt sich dabei auch noch moralisch im Recht.

Die Geschäfte des Netzwerkes um Silberstein, bei denen es wohl um Gold- und Diamantenminen in Afrika und Korruption gegenüber den dortigen politischen Verantwortlichen geht, also genau jene dreckigen Geschäfte zur Ausbeutung Afrikas, die ja angeblich mit allen Mitteln bekämpft gehören und eine der hauptsächlichen Ursachen für die Flucht armer Afrikaner nach Europa sein sollen (nein, auf das Märchen gehe ich jetzt nicht weiter ein, das würde den Rahmen sprengen), haben schon einen recht miefigen Geruch. Dass über Namen aus diesem Netzwerk wie Benko auch Haselsteiner damit in Verbindung gebracht wird, bei dem des Kanzlers Söhnchen gerade ein feines Unterkommen gefunden hat, macht aus dem Mief einen ordentlichen Gestank.
Man darf damit rechnen, dass zur Ablenkung von diesem Dreckshaufen, der sich dort in jahrzehntelanger Mauschelei hinter der Bühne des strahlenden Kanzlerdarstellers aufgetürmt hat, in den nächsten Wochen einige künstliche Skandale und Schmutzkübelkampagnen und wenn gar nichts mehr hilft herbeigerufene Krisensituationen dafür sorgen werden, dass keiner mehr genau hinriecht. Wer jetzt noch Rot wählt soll aber wissen, mit wem er sich verbrüdert.

Und so nimmt es auch nicht Wunder, dass mit Rotraud Perner ein Urgestein der Sozialisten die Schnauze voll hat und hinschmeißt.
Na gut, bei der war es nicht der Sumpf, der hat sie bisher anscheinend nicht sonderlich gestört. Aber die Art und Weise, wie von den Roten jetzt vom eigenen Dreck abgelenkt werden soll, indem sie den politischen Gegner unter der Gürtellinie aufs Primitivste anrotzen, wobei man mit dem Herrn Niedermühlbichler einen begnadeten Wortkünstler für proletenhaftes Anpöbeln gefunden hat, reicht der Frau jetzt. Dass sie als typische Feministin erst reagiert, wenn Frauen niedergemacht werden, mit dem primitiven Anrotzen von Männern aber kein Problem zu haben scheint, mag man als Randnotiz zur Kultur in der SPÖ zur Kenntnis nehmen. Meine Erfahrung mit Gruppen aus dem inneren Kreis der Roten auf Landesebene ist die von ziemlich, sagen wir mal diplomatisch, trinkfesten und volksnah derben Funktionären, die gerne mal schlüpfrige Witze und ein bisschen Hass und Verachtung auf Andersdenkende rauslassen, etwas barocker ausgedrückt ein unappetitlicher Haufen fester Arschlöcher. Man muss solche Kreise mögen, um zu ihnen zu gehören oder sie zu wählen.

Wirklich putzig ja der Versuch des roten Oberproleten, seinen Ausrutscher umzudeuten und zu relativieren. Die sind selbst, wenn sie mit Anlauf und Spritzen in einen riesigen Fettnapf gesprungen sind nicht in der Lage, sich einfach mal zu entschuldigen. Nein, er redet sich darauf hinaus, nur ihre politische Qualifikation zu hinterfragen, was man ja wohl tun dürfe.

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer hatte sich gefragt, "welche politischen Konzepte eine Miss Burgenland, eine Ex-Miss Austria oder eine Weinkönigin einbringen können".“

Niedermühlbichler bedauerte seine Aussagen am Samstag. "Es steht mir selbstverständlich fern, den drei Kandidatinnen ihre berufliche Qualifikation abzusprechen, die Frage nach der politischen Qualifikation muss aber gestattet sein", meinte er am Samstag gegenüber der APA.“

Er hat nirgends die berufliche Qualifikation angezweifelt, mit keinem Wort. Er hat ihnen die politische Qualifikation abgesprochen, weil sie eben in ihrer Freizeit auch Missen oder Weinköniginnen waren. Genau das Denken der oben von mir erwähnten roten Funktionäre, die abends an der Bar über die depperten Weiber im Büro lachen und blöde Witze reißen nach dem Motto: „Ich habe nichts gegen Frauenbewegungen, solange sie schön rhythmisch sind, hahaha.“
Was macht denn die „politische Qualifikation“ für den Herrn aus? Langfristiges Hocharbeiten, Hochintrigieren und Hochkriechen durch die relevanten Hinterteile im Parteienstadel? Darf nur jemand Politik machen, der lange genug in dem Dreck herumgewühlt hat, der gerade aus der SPÖ-Zentrale an die Oberfläche blubbert? Sind einfache Leute, Mechaniker, Kellner, Angestellte, in ihrer Freizeit auch gerne Weinköniginnen oder Fußballspieler, nach dem Denken dieser abgehobenen präpotenten Armleuchter also einfach zu doof, um in der Politik mitreden zu dürfen?

Nein, was dieser Niedertrachtbichler da abgesondert hat, war nicht sexistisch, da irrt die Frau Perner, das war einfach abgehoben, selbstherrlich, größenwahnsinnig. In der Zentrale der Partei der Arbeiter fallen die Masken. Man packelt mit dubiosen Geschäftsleuten, wohlversorgt Familie und Freunderl, stopft sich die Taschen voll und verachtet den primitiven Pöbel, von dessen Arbeitsleistung man fett lebt und den man zur Abgabe der Stimme von vorne bis hinten belügt.
Das Sittenbild dieser Sozialisten kann man sich einrahmen. Das hat künstlerischen Wert.

Wen wundert es da noch, wenn die Sozen ihrer Hauspostille den Auftrag geben, zu verbreiten, illoyale Wechselwähler würden als unzuverlässig sozial geächtet und würden mies angeschaut. Man hat wohl Angst, die letzten Getreuen könnten flüchten und versucht die jetzt noch ordentlich zu impfen.

Sonntag, 20. August 2017

Die Zeichen stehen auf Schwarz/Rot

von LePenseur


Machen wir uns nichts vor: die Wahrscheinlichkeit, daß es in Österreich zu einer Schwarz/Blau-Koalition kommen könnte, ist minimal. Oder Kurz ist nicht bloß das österreichfremden (EUrokraten, Soros & Co.) Interessen verpflichtete Windei, für das ich ihn halte, sondern wäre noch dazu — wie der Wiener sagt — fetzendeppert (wofür ich ihn freilich nicht halte). Glaubt er, daß er mit seinen beiden neuesten Quereinsteigern, Moser und Engelberg, einer Schwarz/Blau-Koalition gedient hat?

Dann wüßte er nicht, daß man, wenn man einen Partner haben möchte — und daß die ÖVP die Absolute schafft, davon wird wohl nicht mal Kurz im NLP-Höhenrausch fabulieren! — diesen vor der Wahl tunlichst nicht total vergrätzt, indem man ihm einen jahrzehntelangen Mitarbeiter abwirbt?

Bei Dönmez hatte Kurz ja immerhin die (zwar auch etwas dürftige) Ausrede, daß dieser nach Mobbing aus seiner angestammten Partei selbst ausgetreten ist — und außerdem ist für Kurz beim derzeitigen Sturzflug der GrünInnen aus einer Koalition mit dieser Todestruppe ohnehin nicht zu gewinnen.


Moser hingegen war jahrelang Mitarbeiter im FPÖ-Parlamentsclub, bevor er dann von der FPÖ als Rechnungshof-Präsident nominiert wurde. Ihn abzuwerben, mag Kurz zwar die eine oder andere Wählerstime bringen, hat ihm aber den begreiflichen Unmut der gesamten FPÖ-Führung zugezogen.

Und der Vergleich macht uns sicher: »seltsamerweise« findet sich kein prominenter Roter nun auf der Liste der Kurz-VP. Und auch bei den Pinken hat er sich vornehm zurückgehalten. Tja, warum wohl nur ...?

Ebenso deutet die Anwerbung des links-»liberalen« Engelberg, der »ganz zufällig« Ehemann von Danielle Spera ist, auf was auch immer, aber nicht auf Schwarz/Blau. Spera war in ihrer Zeit als Fernsehmoderatorin eine der fanatischsten Anti-FPÖ-Dreckschleudern, die der ORF je hatte — und das will angesichts diese ultralinken Desinformationstruppe schon was heißen! Und jener Engelberg, über dessen Aspirationen auf den Sessel des Wiener Kultusgemeindepräsidenten man überaus interessante Artikel im Internet findet, läßt ein Bemühen um FPÖ-Nähe nun nicht wirklich vermuten.

Mit anderen Worten: der Basti denkt offensichtlich nicht daran, Schwarz/Blau zu wollen! Er bastelt offenbar an einer Neuauflage von SPÖVP, nur daß dann die (in der Trendfarbe türkis umlackierten) Schwarzen den Kanzler stellen sollen. Oder, wenn alle Stricke reißen, irgendwas mit den Pinken, wenn sich's ausgeht.

Wer als Österreicher wenig Lust auf eine Fortsetzung der Katastrophen- und Proporzpackelei-Politik hat, wird wohl nicht bei Kurz & Consorten sein Kreuzerl machen können. sonst fragt er sich am 16. Oktober vermutlich: »Wozu haben wir überhaupt gewählt?«

Gut lachen…

...kann dieser Herr über sein Ausgedinge.

Oder wie der große deutsche Denker Joschka F. nach dem Wurf seines letzten Steines auf deutsche Polizisten nachdenklich über das Geld der teutonischen Steuerschafe als solches referierte:
...es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht."

Darauf einen Dujardin

Heute hat der Osmanische Großsultan mal wieder meinen Tag versüßt. Nicht nur, dass er das verlogene Gegacker seiner einstigen Lieblingsziege zum Thema „freier Meinungsbildung“ ignoriert hat, denn eine teutonische Regentin, die Leute wie Maas in ihrem Kabinett schalten und walten lässt, wobei der Deal beinhaltet Majestätskritiker mundtot zu machen, kann man einfach nicht mehr kommentieren. Nein, er hat sich auch den Stinkefinger-Siggi zur Brust genommen, der sich Einmischungen in Deutschland durch genau jene Millionen von Türken verbeten hat, die er sonst so gerne als Freunde herzt. Tja, Siggi, kleiner Tipp vom Pack: der Wahnsinnige vom Bosporus kann keinen beeinflussen, der nicht als stolzer Türke wahlberechtigt zum Bundestag in Deutschland wohnt. Ihr Sozen habt doch immer gefordert, jedem Anatolier möglichst schnell einen deutschen Pass zu geben, auch als Zweitpass, egal, man nimmt auch Second-Hand-Staatsbürger, Hauptsache wahlberechtigt und erhofft loyal.

Wenn euch jetzt der Frack saust, weil ihr erkennen müsst, dass bis heute eine erkleckliche Menge dieser Leute ihren religiösen Führern und ihren osmanischen Fürsten hörig sind und auf das Kötervolk scheißen, das ihnen den Staubzucker in den Hintern bläst, dann ist das etwas, was mir ein süßes Gefühl von erlebter Gerechtigkeit gibt. Ich bin geneigt, diesem Moment einen Dujardin zu opfern. Nein, etwas Besseres wäre er mir nicht wert, das ist schon mehr, als ich normalerweise einem Gossenstreit zwischen einem deutschen und einem türkischen Proleten widme.

Wer sind Sie, dass Sie so mit dem Präsidenten der Türkei reden?“

Ist er nicht putzig, der Erdi, wenn er nicht einmal weiß, wer unser sichtlich abgemagertes Dickerchen ist? Da muss man schon fragen: Wer bist du, dass du nicht einmal den Außenminister deiner Lieblingsziege kennst? Ich will ja nicht mehr Bildung verlangen, als eine staatliche Vorstadtschule in der Türkei geben kann, gekaufte Titel hin oder her, aber wenigstens so ein paar Amtsinhaber der Staaten, mit denen er sich momentan am Liebsten zofft und deren Steuerschafe ihm brav seinen Protzpalast mitbezahlen, sollte er schon kennen. Kann sich ja vielleicht ein paar Bilder besorgen und die Namen vorlesen lassen.

Der Siggi ist ein ganz ein großer und toller und überhaupt. Der kann vor versammelten Leuten seine Finger sortieren und trifft zum Bierbestellen fast den richtigen. Der weiß sogar wo die Türkei liegt. So wie ich auch. Nur dass ich mir wünschte, dass sie da liegenbleibt, wo sie jetzt ist. Und möglichst bald alle Türken, die gerne Türken sein wollen, wieder zurücknimmt und uns nur jene wenigen lässt, die keine Türken mehr sein wollen. Den Rest kann sich der Großmufti aufselchen.

Und eine kleine Bitte an die Sozen: Setzt euch in einen entspannten Sesselkreis, reflektiert bekannt niveauvoll, was gerade passiert, rezitiert dann gemeinsam Goethes „Zauberlehrling“ und denkt dann einmal darüber nach, ob ein Martin Schulz wirklich euer „großer Meister“ ist.

Ich hol mir derweil ein Glas.

Samstag, 19. August 2017

Kerns Pleiten, Pech und Pannen…

...nennt Jürgen Pock seinen lesenswerten Artikel bei Ortner Online.
Dazu mein Senf:

Es ist das Problem der geschützten Werkstätten. Dort werden Menschen gezüchtet, denen man glauben macht, sie würden in einem normalen wirtschaftlichen Umfeld bestehen können.
Wenn man Menschen mit Beeinträchtigungen psychologische Hilfe geben kann, indem man sie Holzfiguren schnitzen und anmalen lässt, und ihnen den Glauben vermittelt, sie würden von den Erlösen leben und nicht den fetten Subventionen, mit denen die Gesellschaft ihre Benachteiligten auffängt, dann ist das absolut in Ordnung. Wir können es uns leisten, zu helfen, manchmal sogar den eigenen Leuten.

Peinlich wird es erst, wenn die Leiter der geschützten Werkstätten beginnen zu glauben, durch ihre übergroße Kompetenz und ihr geschicktes Wirtschaften würden alle von den bemalten Holzfiguren leben und sie wären damit geeignet, einen Großkonzern oder gar einen ganzen Staat zu leiten. Der Große Fahrdienstleiter, der tolle Rhetorik und geschicktes Präsentieren gelernt hat (seither geilt sich keiner aus der linken Reichshälfte oder besser dem linken Reichsachterl mehr am angeblichen NLP-Sprech anderer auf) und ansonsten vom Wirtschaften nichts kennt als das steuergeldfinanzierte Freunderlversorgungsnetzwerk der Roten, kommt langsam auf dem Boden der Realität an und all seine Cheerleader verstecken verschämt die roten Bömmel und hoffen, dass sie niemand mehr an ihren gestrigen Jubel erinnert. In Deutschland nennt man das „Schulz-Effekt“, wenn sich der erhoffte Messias als armes Würschtel und eigentlich unwählbarer Apparatschik mit einer Attitüde zum Größenwahn entpuppt, und das peinlicherweise schon vor der Wahl.
Die Schwarztürkisen scheinen es ja zu schaffen, diesen Moment der Ernüchterung auf einen Zeitpunkt nach der Wahl verschieben zu können, wo es dann für die nächsten fünf Jahre egal ist.

Das Bild, das dem selbstgefühlt begnadeten Selbstdarsteller Yes-we-Kern! jetzt um die Ohren fliegt ist das eines roten Netzwerkes, das vornherum Klassenkampf-Propagandavideos gegen schmierige dubiose Kapitalisten und Geldhaie produziert und gegen die soziale Schieflage wettert und hintenrum in einem Korruptionsnetzwerk mit genau diesen dubiosen Gestalten verflochten ist. Da hilft der ganze Aktionismus, keine fetten Spenden mehr annehmen zu wollen, absolut gar nichts. Jeder weiß, wie Korruption heute und auch bei den Roten funktioniert: Der Sohn bekommt einen sicheren Job beim Haselsteiner, ohne jeden dubiosen Mief, wenn die Familie des Regierungschefs versorgt wird in einem Unternehmen, das bei staatsfinanzierten Großprojekten gern der Bestbieter ist, und zur Not gibt es da ja noch das Ministerium für Elektrotechnik vulgo Siemens oder die Energieversorger. Nur bei Raiffeisen haben Rote keine Chance.

Dieser Mief hängt an den Roten, und da können sie jetzt ihre Slim-Fit-Marionette hektisch zappeln lassen wie sie wollen und mit dem Finger auf die ÖVP zeigen: die haben jedenfalls niemals ein Hehl daraus gemacht, in Bünden und Wirtschaftsnetzwerken verflochten zu sein und haben sich niemals als Partei der sozialen Gerechtigkeit und fairen Umverteilung dargestellt.

Vielleicht sollte dem Ungewählten mal irgendjemand die Frage stellen, ob er das unter „gerechter Umverteilung“ versteht, wenn das Steuergeld des kleinen Pizzaboten nicht nur in die Tasche der hochbezahlten Regierungspolitiker und Parlamentarier fließt sondern auch die Taschen dubioser Geschäftemacher und korrupter Spekulanten füllt. Vielleicht sollte mal jemand eine exakte Definition der Wieselworte „soziale Gerechtigkeit“ und „faire Umverteilung“ oder gar „Ich hole mir, was mir zusteht!“ einfordern. Es scheint, dass die roten Bonzen darunter etwas ganz anderes verstehen, als die Wahlschafe glauben sollen (und wollen).
Zum Glück immer weniger davon.

Grünioten

Eigentlich sind die langweiligen Aktionen der Baumumarmer inzwischen ja keinerlei mediales Interesse mehr wert. Anders gesagt: Nicht einmal die Sau, die öfter quiekend durch das mediale Dorf gejagt wird, interessiert sich für die Kindergartenspiele von „Greenpeace“. Aktionismus ist nur noch interessant, wenn er von Flüchtilantenrettungsorganisationen oder den Identitären ausgelebt wird, die Grünlinge bringen kein Blut mehr zum Wallen. Eigentlich ist das Ganze eher eine Art Pfadfinderveranstaltung, damit unterbeschäftigte Langzeitstudierendspielende und arbeitslose Soziologieabgehende nicht vor Langeweile auf so richtig blöde Ideen kommen sondern ein bisschen die Welt bereisen, lustige Wale und Delfine oder gar einen einsamen Eisbären, bevorzugt mit knutgleichem Eisbärennachwuchs, einsam auf einer Eisscholle vorbeitreiben zu sehen. Ach, würden sie das kuschelige Knäuel doch einmal so richtig herzen und umarmen, dann hätte der mal wieder ein ordentliches Frühstück und die Evolution der menschlichen Gesellschaft könnte etwas erleichterter fortschreiten.

Aber weil diesmal zwei Österreicherinnen, zumindest dem Pass nach, also passable Österreicherinnen, nach einer nicht einmal besonders originellen „Aktion“ in der Arktis von der norwegischen Küstenwache einkassiert wurden, interessiert sich unsere Qualitätspresse genug dafür, um eine Meldung zu basteln. Wie im „Kurier“. Also werfe auch ich, des ständigen Matschens und Meuchelns friedensreligiöser Fahrschüler und Macheteure müde, meinen Blick einmal auf diese fröhlichen kleinen Weltenretterinnen, denen man bei aller putziger Beschäftigung mit dem Retten von Welpen und Walen zugute halten muss, dass sie sich wenigstens aus dem großen Menschenfischen vor den exghaddafischen Gestaden raushalten.

Dalia Kellou befindet sich im Gewahrsam der norwegischen Küstenwache. Die 23-jährige Wienerin wurde festgenommen. Genau wie ihre 34 Mitstreiter von Greenpeace. Unter ihnen ist auch eine weitere Österreicherin. Mit ihnen wollte sie die Ölbohrungen in der Arktis stoppen. Jetzt sitzt sie an Bord des Greenpeace-Schiffes "Arctic Sunrise", das beschlagnahmt wurde und nach Tromsø gebracht wird.“

Sie saß auch vorher schon an Bord dieses Greenpeace-Schiffes, das hat sie erst in diese blöde Lage gebracht. Also was soll das „Jetzt“ in dem Satz?

Der Satzbau erinnert sowieso eher an „Österreich“, der investigativen Qualitätszeitung für all jene, denen Dreisilbenwörter und Nebensätze ein Buch mit Sieben Siegeln oder einfach nur ein Werk von Shakespeare bleiben, aber man muss ja bedenken, welche Klientel man anspricht. Wie sollen durchschnittliche PISA-gebeutelte NMS-Abgängerinnen sonst den Inhalt verstehen?
Und damit diese kleinen Dumpfnüsse auch wissen, was für einen heldenhaften Kampf ihre Idole kämpfen, die so brutal von den Schergen des Großkapitals festgehalten werden, kommt die Soldatin der Welpenrettung auch ebenso zu knappem Wort:

"Du bist unterwegs und siehst auf das freie Meer, das klare Wasser. Dann kommt plötzlich aus dem Nichts so ein Monster ins Blickfeld. Daneben haben wir sogar einen Wal gesehen", schildert die 23-jährige Kellou. Grund genug für sie, um den strafrechtlichen Ärger in Kauf zu nehmen, der ihr wegen des Protests gegen die Öl-Plattformen droht. "Für mich überwiegt die Legitimität der Aktion."

Da ist also klares Wasser und sogar Wale, wie schrecklich! Und dann plötzlich dieses Monster!
Das ist ja fast so schrecklich, als ob man durch einen friedlichen Wald spaziert und den Vögelein beim Zwitschern lauscht und plötzlich vor einem gigantischen rumpelnden Generator am Stiel steht.

Natürlich fährt der Kutter der Grünioten mit reiner Moral und einem Schuss Helfersyndrom, geschmiert mit einer ganzen Kanne Selbstgerechtigkeit, aber auf keinen Fall mit diesem dreckigen Treibstoff, den dieses „Monster“ aus dem Meer fördert, oder? Haben die ihren Kahn bis in die Arktis gepaddelt? Jedenfalls haben sie entsprechende Löcher an der Seite, aber für ein Segel kommt mir als Laien der Mast zu kurz vor.
Wikiblödia erklärbärt es so:

Die Arctic Sunrise wird von einem 9-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor des Typs MaK 9M452AK mit einer indizierten Leistung von 2.495 PSi (entspricht etwa 1619 kW) angetrieben, der über Getriebe und Wellenanlage auf einen Verstellpropeller wirkt. Das Schiff erreicht damit eine Geschwindigkeit von 13 kn. Vorn und achtern ist je eine Querstrahlsteueranlage mit je 400 PS eingebaut. Die Stromversorgung erfolgt über zwei Dieselgeneratoren des Typs Deutz 6BF6M1013 mit einer Scheinleistung von jeweils 175 kVA.“

Ob der Schiffsdiesel aus den Siebzigern wohl die Euro-6-Norm erfüllt? Wie war das mit der Vorbildwirkung? Liest man da was von Elektroantrieb und Sonnensegeln?
Da machen die Welpenretter 35 Mann und Männinnen hoch einen Betriebsausflug zum Whale watching mit einer klapperigen Dreckschleuder und wollen so nebenher noch ein bisschen antikapitalistischen Demonstrationstourismus spielen und das auch noch genau gegen jene dermaßen pieksaubere, von klarem Wasser und glücklichen Walen umspülte Bohrinsel, die genau das produziert, durch das diese Logikgranaten ihren Ausflug überhaupt erst machen können – das ist sowas von pittoresk, und die merken das nicht mal.

Wohlstand einer Gesellschaft ist der Zustand, in dem vor lauter Langeweile Leute anfangen, genau das zu bekämpfen, was den Wohlstand erst ermöglicht. Scheinbar eine Gesetzmäßigkeit, die bisher noch jede Wohlstandszivilisation in die Barbarei zurückkatapultiert hat. Und wir befinden uns bereits im freien Flug. Solche Knallfrösche sind da nur das Rauschen des Fahrtwindes.

Dass die wackere Arktisreisende vor strafrechtlichen Konsequenzen keine Angst hat, kann man verstehen, wenn man einfach mal spekulativ davon ausgeht, dass sie nichts zu verlieren hat, weder Job noch Besitz, und auch keinerlei Verpflichtungen für eine Familie besitzt. Dass sie von der „Legitimität der Aktion“ faselt, ist nur mit der Wirkung jahrelanger neuronaler Konditionierung erklärbar. Da ist jemand bei der Heldengeschichte der Eisbärenretter, die die Sozialkundelehrerin beim lustigen Eisschollen-aus-Styropor-Basteln erzählt hat, geistig hängengeblieben. Illegale Aktionen sind nicht automatisch legitim, nur weil frau(chen) sich im moralischen Recht fühlt.
Woher das Recht kommt steht in der Verfassung und in den Gesetzen, beschlossen von denen, die dafür gewählt wurden. Wer das ändern will muss andere wählen und nicht in versifften alten Kuttern illegale Aktionen durchführen.
Und das gilt in vollem Umfang für die Gutmenschen-Mittelmeerflotte auch. Die halten alles für legitim, was sie für legitim halten, weil sie es für legitim halten. Pippi Langstrumpfs Welt. Eine in sich geschlossene Bubble, vom Universum der Realität ungeküsst.

Seit fünf Jahren engagiert sich Kellou ehrenamtlich für die Organisation. Warum?“

Weil sie die ganzen Jahre nichts anderes zu tun hatte?

"Weil es Leute mit Macht gibt, die diese Macht ausnützen. Man muss ihnen Limits aufzeigen."

Wo genau ist jetzt die Trennlinie zwischen „Greenpeace“ und der Kommunistischen Partei? Na gut, das Thema Junge Grüne und Kommunisten hatten wir zur Genüge. Aber ich glaube, die Knallroten haben nicht das Geld für Betriebsausflüge zu den Eisbären.

Zuvor protestierte sie schon in der Schweiz gegen Atomkraft und in Luxemburg gegen das Freihandelsabkommen. "Aber die Arktis, die ist schon spannend", sagt die Studentin.“

Man fährt halt hin, wo es „spannend“ ist. Demotourismus. Die Einen stehen auf Demotourismus mit Integralhelm und Schlagstock zur G20-Demo, die anderen auf Whale watching und Kajak fahren.
Und „Studentin“ beantwortet einige Fragen. Es darf vermutet werden, weder an der Montan-Uni noch generell in MINT, denn die haben erfahrungsgemäß gar keine Zeit für sowas. Und brauchen das auch nicht für den weiteren beruflichen Werdegang in Profi-NGO‘s oder von Linken dominierten Ämtern.

Eigentlich wollten die Aktivisten so lange bleiben, bis ihre Nachrichten gehört werden.“

Von wem? Den Walen? Den Eisbären? Dem Nordlicht? Dem eigenen Hirn?

Sieben Stunden lang protestierten sie in Kajaks vor der Plattform, platzierten eine 300 Kilogramm schwere Weltkugel davor, die mit Nachrichten von 1000 Menschen beschriftet war.“

Okay, das mit dem Hirn nehme ich reuevoll zurück. Man soll über Benachteiligte nicht lästern.
Die 300-Kilo-Kugel ist hinkünftig wohl die mit Abstand größte Meeresverschmutzung in der Nähe der Bohrinsel. Hoffentlich knallt kein armer Wal mit seinem Kopf dagegen, während er versucht, die Nachrichten zu entziffern, bevor sie in der aggressiven Salzluft verrotten und als Dreckringe um die somit saturngleiche Bohrinsel kreisen.

Reaktion von der Bohrinsel gab es dazu keine.“

Leute, als ihr glaubtet, die Gesänge der Wale und das Kalben der Gletscher zu hören, war das das tausendfache Gelächter aus dieser Stadt im Meer! Die haben doch jetzt noch Bauchkrämpfe von euch!

Nur die Aufforderung, das Gebiet zu verlassen. Tatsächlich dürften die Aktivisten in die Sperrzone rund um die Plattform eingedrungen sein. Die Küstenwache wurde daraufhin tätig und beschlagnahmte Donnerstagabend das Schiff. "Auch an Bord sind Mitarbeiter der Küstenwache. Aber wir können uns frei bewegen", schildert Kellou. In der Nacht auf Sonntag soll das Schiff in Tromsø ankommen.“

Tja, das ist die Bedeutung des Wortes „Sperrzone“. Hat was mit Sicherheit zu tun. Die Grünioten waren durch das Eindringen in die Sperrzone, deren Sinn darin besteht, im unruhigen Polarmeer den Zusammenstoß der bewohnten Bohrinsel mit leichtsinnigen bis hirnrissigen Seemannsspielern zu vermeiden, die Einzigen, die wirklich Mensch und Umwelt in Gefahr brachten. Weil sie unbedingt gegen den Hersteller der eigenen Tankfüllung demonstrieren wollten.
Meine Fresse, wie dämlich!

Erst im vergangenen Jahr hatte die norwegische Regierung neue Ölförderlizenzen vergeben – auch im Gebiet Korpfjell. Und das würde laut Greenpeace dem Pariser Klimaschutzabkommen und der norwegischen Verfassung widersprechen. Durch die Nähe zur arktischen Eisdecke hätten Experten davon abgeraten, dieses Gebiet für Bohrungen freizugeben.“

Welche arktische Eisdecke denn? Erst erzählen sie uns jahrelang, dass der Pol faktisch weggeschmolzen ist und der Klimawandel, an dem aber nur Autofahrer und keine Kutter-Touristen schuld sind, es für Jahrhunderte unmöglich macht, dass überhaupt noch einmal Eis am Pol erscheinen wird außer eine dünne Schicht zu Weihnachten, und dann regen sie sich auf, ihrer Meinung nach (die natürlich mehr Gewicht besitzt als die von Richtern, sonst könnte man gegen vermuteten Verfassungsbruch schlicht und einfach und vor Allem dieselsparend Klage vor dem Verfassungsgericht erheben) sei das „Monster“ zu nah an der nicht vorhandenen Eisdecke gelegen.

Naja, es ist mal wieder putzig, was für pittoreske Organisationen und Gestalten sich eine Wohlstandsgesellschaft mit ihrem Überfluss so leisten kann. Was die niemals begreifen, ist, dass das erste, was sich eine sterbende Wohlstandsgesellschaft vom Hals schafft, nicht etwa Dieselautos oder atomstromgetriebene Farbfernseher sind, sondern solche Idioten.
Hat was tröstliches.

Freitag, 18. August 2017

Stichelei

Nein, ich werde jetzt nicht den TV-Kanal verraten, auf dem solches frühabends zu vernehmen ist, es ist einfach zu peinlich. Man möchte sich schämen.

Im finnischen Turku hat wohl ein Mann in einem Warenhaus wahllos auf Menschen eingestochen, der Grund für die Messerstecherei ist bisher unbekannt, Augenzeugen sprechen auch von mehreren Attentätern, es sollen bis zu drei Personen sein. Sie werden als dunkel beschrieben, also wohl mit dunkler Bekleidung, angeblich sehen sie nicht wie typische Finnen aus...“

„Ein Mann“ also, der sich „eine Messerstecherei“ (Warum nicht gleich eine „Stichelei“?) mit Unbewaffneten lieferte, von denen er wohl zwei direkt zu seinem Götzen schickte, da ist es schon egal, ob es ein Einzelfall oder ein Dreizelfall ist, der verhaltistische Verdacht auf „Morbus Islam“ keimt bei dieser Wortakrobatik schneller als eine Turbo-Bohne in einem holländischen Gewächshaus.

Barcelona

Den ganzen Abend herrscht Durcheinander, was da in Barcelona wirklich passiert ist, ob und wieviele Tote es gibt, wie viele Einzelfälle da aktiv waren und ob sie alle an akutem Morbus Islam erkrankt sind oder ob die ETA sich da jetzt was beim IS abgeschaut hat, aber eines wissen alle ganz genau, man kann es in jeder Gazette lesen:



Genau: der Täter war ein Auto (nach einigen Gerüchten auch zwei, aber warten wir mal ab, was in 48 Stunden von den ganzen Mutmaßungen übrig bleibt, die momentan stundenlange breaking-news füllen, die sich schon mehrmals rückblickend als faking news entpuppt haben). Ein Kleinlaster, ein Bus, ein Kleintransporter; nach anderen Quellen ein Van oder ein Lieferwagen. Oder alles davon. Wahrscheinlich mit deutschem Dieselmotor. Ein Terrordiesel.

Meine Fresse, dass das dem Trump nicht eingefallen ist! Anstatt sich in die Nesseln zu setzen, über die Schuld von Menschen zu diskutieren, muss man einfach die Waffe in den Vordergrund rücken.
„Ein Messer fuhr einem vorbeigehenden Passanten scheinbar grundlos in den Hals“ - das ist doch mal eine Schlagzeile, die den Medien die lästige Pflicht nimmt, wie die Katze um den heißen Brei zu schleichen und immer wieder den „Mann“ zu bemühen. Ein Messer ist weder rechts noch links noch islamistisch, es ist einfach was es ist. Wie ein Kleinlaster. Der fährt halt in eine Gruppe Menschen und fertig. Oder ein Feuer, das plötzlich einen Obdachlosen erfasst. Diese Sicht hätte den Gerichten Zeit und Kosten gespart, denn am Ende kam eh nichts dabei heraus.

Zumindest kann man sich demonstrative tränendrückende Berichte über das edle Wesen der armen Opfer, ja sogar deren Identität, einfach sparen. Was qualifiziert einen Menschen der besonderen Erwähnung, wenn er von einem Bus gerammt wird? Da muss er schon von einem Ultrarechten gerammt werden. Also nicht von einem Auto. Aber keiner weiß, wie viele Ultrarechte mit Rädern an den Füßen es gibt. Scheinen aber harte Kerle oder einfach nur sture Betonschädel zu sein, die, wenn sie in eine Menschengruppe rollen

Ach ja, ziemlich gerissen sind sie, diese Autos. Jedesmal, wenn sie über Weihnachtsmärkte donnern oder in Einkaufstraßen düsen, verstecken sie vorher in ihrem Fahrgastraum den Pass eines Nafris. In diesem Fall soll der Pass eines Marokkaners gefunden worden sein. War wohl gerade kein tunesischer zu bekommen…

Donnerstag, 17. August 2017

Auch erfahrene Experten sind nicht davor gefeit, auf einen Blender hereinzufallen

von LePenseur



Aktuelles Beispiel: Josef Moser, ehemaliger Rechnungshofpräsident, ursprünglich von Jörg Haider in den FPÖ-Parlamentsclub geholt, ist auf Sebastian Kurz, den neuen Messias der österreichischen Politik, hereingefallen. Es wird ihm — auf einem sicheren Listenplatz 3 jedenfalls ins neue Parlament einziehend — zwar egal sein: aber  für mich hat er mit dieser Entscheidung das bisherige Ansehen in meinen Augen nachhaltig beschädigt.

Was zum Teufel vermeint er mit einem geradezu prototypischen Polit-Jungapparatschik wie Kurz in Österreich »verändern« zu können? Das ist etwa so blauäugig, wie von IM Erika Legalität, oder von Schäuble Steuergerechtigkeit zu erwarten. Wenn Moser sich also entschließt, auf einem Ticket dieses medial gehypeten Politstarlets in Parlament zu ziehen, ist er entweder in einem Ausmaß blauäugig, wie es einem Rechnungshofpräsidenten eigentlich nicht passieren darf, oder er will einfach seine persönliche Chance auf eine Machtposition ergreifen. Und die ist derzeit mit einem schwarz-türkisen Lottoschein sicherlich am chancenreichsten zu erlangen.

Nur — was will er mit einer angeblich »neuerfundenen« Kurzpartei eigentlich bewirken? Glaubt er ernstlich, mit einem bislang geschickt allen Fragen ausweichenden Jungspund ohne Erfahrung im realen Leben Österreich grundlegend reformieren zu können? Das wäre so naiv, daß ich mir das bei ihm nur schwer vorstellen kann. Aber wenn er das nicht bezweckt, dann kann es eigentlich nur um persönliche Machtaspirationen gehen, denn um als »weißer Ritter« in die österreichischen Politik einzutreten, hätte er sich nicht von einer der bisherigen Regierungszwillinge einfangen lassen dürfen. Denn genau die haben uns seit 1945 in proporzverteilter Verrottung in die jetzige Situation gebracht, für die der Ausdruck »beschissen« noch geprahlt wäre!

Zweifellos wird Mosers Antreten für die ÖVP sowohl der SPÖ wie auch, und das ist weitaus trauriger für Österreich, der FPÖ schaden. Denn diese ist — und hat es, seit Straches ihr Parteichef ist, auch hinreichend bewiesen — die einzige Partei in Österreich, die versucht, die Interessen der Österreicher vor die der EUrokraten und transatlantischer Seilschaften zu stellen. Daß sie es als Oppositionspartei bislang nicht durchsetzen konnte, liegt daran, daß die Opposition zwar etwas fordern, aber eben nicht in Gesetzen festlegen kann — das ist, Gewaltentrennung hin, Verfassungsbuchstabe her, faktisch eben die wichtigste Aufgabe der Regierung.

Hätte Moser (was immerhin denkbar ist) Zweifel daran gehabt, ob die FPÖ wirklich das geeignete Verhikel für eine Reform unseres zerrütteten Staats- und Politsystems darstellt, dann hätte er jedoch den Weg einer von ihm gegründeten neuen Partei gehen müssen. Aber mit einer Systempartei par excellence, die seit 1945 immer maßgeblich an dem Aufbau und Erhalt genau jenes durch und durch korrumpierten Politgeflechtes von »Sozialpartnern«, Kammern und sonstigen Vorfeldorganisationen (all diese von Steuergeldern und/oder Zwangsbeiträgen üppigst alimentiert), hätte er sich nie und nimmer einlassen dürfen!

Er hat es aber getan: und so können wir bis nach der Wahl, wenn Moser — im Fall eines inzwischen durchaus wahrscheinlichen Wahlsieges der ÖVP — mit einem hochrangigen Posten belohnt wird, darüber rätseln, mit welchem Wahlversprechen er von Kurz wohl geködert wurde. So ein Verhalten als »gesinnungslos« zu bezeichnen, wäre allerdings verfehlt: es verrät durchaus eine Gesinnung — wenn auch keine besonders angenehme ...

Er hat es wieder getan

Trump hat es gewagt, er hat es wieder getan, obwohl es ihm die Medien doch mehrheitlich explizit verboten haben: Er hat darauf hingewiesen, dass die Gewalt in Charlottesville nicht nur von den teuflischen weißen Rassisten sondern auch den friedliebenden linken Antirassisten, deren von Herzlichkeit und Friedfertigkeit gelenkte Demonstrationskultur wir bereits mehrmals bewundern durften, wie erst unlängst in Berkeley, ausging.

Das Aufheulen war vorhersehbar und ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten. In der alternativen Realität gibt es keinen Linksterror. Und wenn die Lügenpresse eines absolut nicht vertragen kann und sofort mit Schaum vor dem Mund ausrastet, dann ist das jemand, der es wagt, die Wahrheit zu sagen.

Chemtrails

Bejubelnswerte Neuigkeiten aus dem Institut Mengele, dem antirassistischen Amt für psychische Volksgesundheit: Endlich wurde nach ersten Versuchen mit etwas sperrigen Betablockern als pharmazeutischen Krücken auf dem Weg zur Scheißegalgesellschaft ein wirklich handliches, weil leicht zu versprühendes Mittel gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entdeckt.
Was, welcher renitent fluchtophobe Hetzer hat da „Pfefferspray!“ gerufen? Kusch in deine rechte Ecke!

Nein, in einer absolut seriösen und wissenschaftlichen Studie des Mengele-Institutes, powered by Soros Foundation (Dank! Dank! Dank dem Edlen!), konnte festgestellt werden, wie man aus knallharten rassistischen Nazis flüchtlingskuschelnde Wellkammisten formen kann: man beneble sie mit einer ausreichenden Konzentration von Nasenspray. Ob man das jetzt in kleinen roten Flaschen mit Hakenkreuzchen verteilen will, um die rechten Dumpfbacken zu täuschen, oder das Zeug gleich mit den Chemtrails aus dem Flieger über unseren Städten versprühen, ist noch nicht belegt, aber der Reichsminister für Meinungsformung und Informationslenkung wird sich schon eine seiner körperlichen wie geistigen Größe angepasste Lösung einfallen lassen.

Jedenfalls wird mir jetzt klar, warum die Lage in Charlottesville so eskalierte. Der Hubschrauber, der das Nasenspray über den ultrarechten Prügelnazis versprühen sollte, damit sie weinend den farbigen Brüdern und Schwestern der friedliebenden BLM-Bewegung in die Arme gefallen wären, stürzte leider ab, bevor er seine glücksbringende Last abladen konnte.
Das Ergebnis ist bekannt: Es kam zu Ausschreitungen von beiden Seiten, und besonders darüber sind die Medien ganz besonders verschnupft.

Aber eines möchte ich den geneigten Lesern noch zu denken geben: Während die Geschichte mit den Betablockern so eine Randbemerkung zu einer Studie über Herzmedikamente waren, also sowas wie Toleranz-Viagra, handelt es sich bei der Untersuchung über den Einfluss von Oxytocin auf die „Fremdenfeindlichkeit“, die bezeichnenderweise darüber definiert wird, ob jemand einem einheimischen Bedürftigen mehr Geld spenden würde als einem sogenannten „Flüchtling“, um eine bewusst in diese Richtung gelenkte „Forschung“, wie man Menschen manipulieren kann.

Mittwoch, 16. August 2017

Ramschware

Heute im Prospekt gefunden: Ein halbes Kilo (für Deutsche: ein Pfund) Faschiertes (für Deutsche: Gehacktes) kostet beim Hofer (für Deutsche: Aldi Süd) 1,99 Euro (für Deutsche: knapp 4 Mark).
Vermuteter Aufdruck: Vorsicht, kann Spuren von Schwein enthalten.

Linksdjihad

Hadmut Danisch hat es hier treffend beschrieben: Linke benehmen sich wie Taliban oder IS, wenn es um den Umgang mit Denkmälern der Ungläubigen, oder in diesem Fall Falschgläubigen, geht.
Das sieht dann so aus.
Kein Wunder, dass die anderen Hass vorwerfen, die können sich gar nicht vorstellen, dass jemand nicht so hasszerfressen ist wie sie selbst.

Fake News

Ach, was haben die Medien süffisant trompetet, das „Nazischiff“ der Identitären, die „C-Star“, wäre in „Seenot“ und NGO-Kutter hätten angeboten, die Besatzung aus dieser „Seenot“ zu retten.
Jeder, der die ganzen Artikel las und weiß, wie sowas abläuft, wusste, dass das reiner Fake war. Inzwischen gibt es auch Stellungnahmen der Besatzung über Facebook und auch Transponder-Aufzeichnungen, die beweisen, dass die ganze Geschichte eine harmlose Reparatur war und, egal was herbeigeschrieben wurde, sonst gar nichts.

Hat schon einmal jemand an seinem PKW eine Reparatur an der Einspritzanlage bei laufendem Motor vorgenommen? Geht schlecht, oder? Also musste auch die Besatzung der „C-Star“ den Hauptmotor für ein paar Stunden abstellen, um eine Reparatur durchzuführen. Ist bei vielen Reparaturen an jeder Maschine Vorschrift, dass man gewissermaßen den Stecker zieht, bevor man irgendwas aufschraubt.

Ein Schiff, das vorübergehend ohne laufenden Hauptmotor dahintreibt, gilt als nicht manövrierbar. Deshalb kann es im Ernstfall die Regeln zum Ausweichen anderer Schiffe nicht einhalten. Damit andere Schiffe das wissen, muss laut internationalem Seerecht der Status der temporären Manövrierunfähigkeit gemeldet werden, was die Identitären auch taten. Man hält sich an das Seerecht, das nun einmal auch Pflichten beinhaltet. Im Gegensatz zu den Medienhaien, die sich begierig auf das gefundene Fressen gestürzt haben ohne an die Pflicht zum objektiven Berichterstatten auch nur den Bruchteil einer Sekunde nachzudenken.

Temporär manövrierunfähig ist nicht Seenot. Ist nicht. Nicht und nicht. Egal wie oft man eine Lüge schreibt, auf welchen Kanälen man sie wie lange wiederholt, sie wird dadurch nicht wahr.
Keiner muss von einem Schiff „gerettet“ werden, an dem eine Reparatur stattfindet. Hat man jemals die „Enterprise“ geräumt, weil Scotty am Warp-Kern geschraubt hat? Nein, aber in der Nähe befindliche Schiffe werden freundlicherweise fragen, ob Hilfe benötigt wird. Das hat nichts mit einem „Rettungsangebot“ zu tun sondern mit Höflichkeit. Außer, es ist ein NGO-Kutter, der laut Transponderspur angeblich nicht einmal in der Nähe war, aber PR braucht und die Besatzung der „C-Star“ gerne anpissen und den Medien Lügenfutter vorwerfen will.

Es gab also weder eine „Seenot“ noch ein ernstgemeintes „Rettungsangebot“, aber beides wurde tagelang durch die „Qualitätsmedien“ gepeitscht. Hat man irgendwo eine Richtigstellung gelesen? Oder gemeldet, dass das Schiff nach wenigen Stunden wie geplant wieder seetüchtig war? Sich entschuldigt, dass man, selbst als das Schiff schon wieder unterwegs war, immer noch das Märchen von der Seenot verbreitet wurde? Hat „Correctiv“ das klargestellt?
Natürlich nicht.

So geht Fake News.

Fanatiker

Dass religiöse Fanatiker jeglicher Coleur einen an der Waffel haben, kann man immer wieder beobachten. Dass der Fanatismus bereits im unteren Mittelbau der Religionspyramide beginnt und nicht erst bei irgendwelchen radikalen Mohammedanern, katholischen Tempelrittern oder jüdischen Ultraorthodoxen kann man an der jüngsten Aufregung über ein Appartementhaus in der Schweiz sehen, das für einem wahren Furor in der jüdischen Welt gesorgt hat.

Was ist passiert? Haben die eidgenössischen Appartementbesitzer die Endlösung gefordert oder „Arbeit macht frei“ auf die Zimmertüren der jüdischen Ferienhausgäste geschmiert?

Einige Appartementbesitzer haben jüdische Gäste dabei beobachtet, wie sie in schmutzigen Klamotten im gemeinschaftlichen Pool geplanscht haben, und haben sich beim Personal und der Verwaltung der Anlage darüber beschwert. Diese fühlte sich dadurch in der Pflicht, einen Zettel an den Pool zu hängen, der ja immerhin im gemeinschaftlichen Besitz genau dieser Appartementbesitzer befindlich ist. Das heißt, die können das Einhalten bestimmter Regeln einfordern. Von jedem.
Was stand auf dem Zettel?

"An unsere jüdischen Gäste: Bitte duschen Sie vor und nach dem Schwimmen. Wenn Sie die Regeln verletzen, bin ich gezwungen, den Swimmingpool für Sie zu schliessen."

Gut, das ist unglücklich formuliert, richtet es sich ja ursprünglich nicht an alle jüdischen Gäste sondern die jüdischen Gäste, die sich momentan in der Anlage befinden und eben dabei beobachtet wurden, wie sie diese Regeln als für sich nicht gültig betrachtet haben.
Natürlich, das musste so sicher kommen wie der Aufschrei der Imame und das Verbrennen von Schweizer Flaggen, hätte dort „muslimische Gäste“ gestanden, fotografierten das Juden (ob die gleichen, die sich vorher wie die Schweinderl benommen haben, ist nicht belegt) sofort ab und schickten es an einen israelischen Sender und sofort tobte der Antisemitismus-Shitstorm über die Medien.

Selbst die stellvertretende Außenministerin Israels ortete sofort „Antisemitismus der übelsten Sorte“, ohne sich offenbar auch nur eine Sekunde mit den Hintergründen zu beschäftigen und mal nachzufragen, was genau jetzt dort passiert ist. Ich hätte einer Frau in dieser Position zugetraut, genug Hirn zu besitzen, sich erst mit den Hintergründen auseinanderzusetzen und nicht sofort loszugeifern wie ein pawlowscher Hund, aber ich erwarte wohl zu viel von der Welt. Dass das Ganze zu einer diplomatischen Causa wurde, zieht es endgültig ins Lächerliche.

Leute, von Juden zu erwarten, dass sie sich ebenso vor und nach dem Benutzen eines Gemeinschaftspools duschen wie alle anderen Menschen, ist nicht Antisemitismus sondern Hygiene und Anstand! Man sollte sich überlegen, ob es nicht eher beschämend für die jüdischen Gäste ist, dass in ihren Reihen solche Rüpel unterwegs sind, die nicht einmal einfache Anstandsregeln einzuhalten in der Lage sind. Man benehme sich mal so in einer gehobenen Hotelanlage in TelAviv, na dann aber viel Spaß! Da ist ein Zettel noch das Harmloseste, was man bekommt. Die stellvertretende Außenministerin sollte einigen ihrer lieben Mitbürger vielleicht noch einmal klar machen, dass sie selbst für das Fremdbild, das von ihnen im Ausland entsteht, verantwortlich sind.

Aber es kommt ja noch besser, denn diese böswillig judenhassenden Schweizernazis haben auch noch einen Zettel am Kühlschrank im Personalraum hängen, auf dem Folgendes steht:

"An unsere jüdischen Gäste: Sie dürfen den Tiefkühler zwischen 10 und 11 Uhr morgens und 16.30 und 17.30 abends benützen. Ich hoffe, Sie verstehen, dass unser Team nicht zu jeder Zeit gestört werden will."

Na, das hat noch gefehlt! Das Simon-Wiesenthal-Zentrum ortet den eindeutigen Bedarf, die Anlage sofort behördlich zu schließen. Dass ein aufgehängter Zettel, der die Befindlichkeiten irgendwelcher Mimosen stören könnte, in einer Demokratie absolut nicht zu einer sofortigen behördlichen Schließung einer ganzen Anlage von Privatwohnungen führen kann, geht den jüdischen Äquivalenten glühender Gotteskrieger in diesem König-Saud-oder-so-ähnlich-Zentrum scheinbar nicht ein. Die angeblichen Antirassismusjäger scheinen gar nicht zu merken, was diese Forderung über sie selbst offenbart. Wir brauchen weder muslimische Demokratiefeinde noch jüdische! Aber antidemokratische Tendenzen bei angeblichen Antirassismusjägern und Antifaschisten sind ja nichts Neues unter der Sonne.

Doch zurück zu der Ungeheuerlichkeit, Juden den Zugang zum Tiefkühler zu beschränken. Denn auch das hat einen Hintergrund: Bei dem Kühlschrank handelt es sich um ein nur dem Personal in dessen Ruhebereich zur Verfügung stehenden Gerät. Da man aber besonders kultursensibel auf die Bedürfnisse jüdischer Gäste eingehen wollte, hat man diesen Kühlschrank ausschließlich diesen zur Mitbenutzung angeboten, um ihre koscheren Lebensmittel darin aufzubewahren. Man hat halt nur nach mehrmaliger Störung der Ruhezeiten des Personals das Einhalten bestimmter Zeiten eingefordert. Und auf dem Zettel eben nur jene angesprochen, die dieses Vorrecht genießen. Der Rest darf den Kühlschrank auch während dieser Zeiten nicht benutzen.

Es handelt sich also nicht um eine rassistische Diskriminierung jüdischer Gäste sondern ganz im Gegenteil ein besonderes Entgegenkommen für jene, die das Einhalten strenger religiöser Regeln auch im Urlaub nicht missen wollen. Die eigentliche Diskriminierung erfahren nichtjüdische Gäste, denen die Benutzung des Personalkühlschranks von vornherein verwehrt wird. Meine Fresse, ist das Toben dieser israelischen Politikerin peinlich, wenn man bedenkt, dass das Ganze aus einer expliziten Bevorzugung jüdischer Gäste und dem Fehlverhalten einiger ihrer eigenen Landsleute resultiert.

Ja, so sind sie, die Fanatiker. Anstatt froh zu sein, dass man ihnen entgegenkommt und „kultursensibel“ und „tolerant“ Extrawürste für sie brät, egal ob koscher oder halal, toben sie, dass sie selbst bei den Extras noch Regeln unterworfen werden.
Ja, auch Juden sind nur Menschen, die sich an Regeln der Hygiene, des Anstands und der Rücksichtnahme zu unterwerfen haben wie alle anderen auch. Wenn einige das nicht kapieren, sollte die Ferienhausanlage froh sein, wenn diese Gäste, die offensichtlich eine eher herrenmenschliche Behandlung als Vertreter des „auserwählten Volkes“ erwarten, in Zukunft eine andere Bleibe suchen, wo ihnen tiefer in den Hintern gekrochen wird.
Jude zu sein allein reicht nicht. Man muss sich auch benehmen können.

Fanatiker sind sowas von doof. Und die Medien geben diesen Idioten, die wieder einmal mit ihrer Idiotie dafür sorgen, dass wirkliche Antisemiten eine Begründung dafür finden, zu verallgemeinern, auch noch eine Bühne. Und geifern mit den hirnlosen pawlowschen Hunden mit, die ohne sich mit den Hintergründen zu beschäftigen loskreischen wie Irre.
Wie peinlich!

Dienstag, 15. August 2017

Göttingen

Im niedersächsischen Göttingen geht (mal wieder) eine „Rangelei“ ab, bei der in einer Gruppe aus hunderten Syrern und Libanesen ethnische Meinungsverschiedenheiten in folkloristischer Weise ausgetragen werden. Und damit auch jeder versteht, dass es sich dabei um etwas handelt, was wir ja von jedem Dorffest kennen, so wie ja sexuelle Belästigung und Vergewaltigung auch Normalität bei uns ist und nur von fiesen Rassisten den armen Schutzerflehenden umgehängt wird, kommt ein Erklärbär daher und erklärbärt uns, wie das so passiert mit dem Hoppala, dass ein Zusammentreffen von Gruppen schon mal aus dem Ruder laufen kann. Das darf man nicht überbewerten, kann es aber verhindern, wenn man bestimmte Gruppen einfach nicht in Kampfstärke zusammenkommen lässt.

Da stellt sich wieder einmal die Frage, ob die Stadtbehörden und die Polizei in Charlottesville das nicht wussten, als sie weiße Rassisten und schwarze Rassisten, von denen sie wissen, dass sie (durchaus wörtlich zu nehmen) Todfeinde sind, teilweise ohne dazwischenstehenden Schutzkordon zur selben Zeit an den selben Ort zum „Demonstrieren“ gelotst haben. Das stinkt dermaßen nach bewusster Eskalation und in Kauf genommenen Toten, dass es auch nicht mehr wundert, dass es über die Gewalteskalation in Charlottesville nur eine rein einseitige und mit weit weniger Verständnis für „Rangeleien“ versehene Erklärung gibt.

Rassisten

Stellen Sie sich folgenden Text vor:

„Schwarze sind keine Menschen, Schwarze sind Untermenschen. Der normale Mensch ist weiß, nur genetische Defekte verdunkeln die Haut. Farbstoffe, die aus Schwarzen minderwertige Menschen machen. Schwarze sind ein Gendefekt, das ist Fakt!“

Und jetzt stellen Sie sich eine „Bewegung“ von Rassisten vor, die von einem Menschen gegründet wird, der solches veröffentlicht. Wie würde man die nennen? Wie würde man über die berichten? Als was würde man die einstufen?
Aber alles halb so schlimm. Der Originaltext kommt von einer Mitbegründerin der „aktivistischen“ Bewegung „Black Lives Matter“ und lautet so:



Und „Black Lives Matter“, das schwarze Spiegelbild der weißen Herrenmenschen-Idioten, so eine Art Rache-KKK, stellte mit Plakaten und rassistischen Beschimpfungen die „friedlichen Gegendemonstranten“ in Charlottesville, die mit Stöcken und Steinen bewaffnet auf ihre farbverkehrten Brüder im Geiste losgingen.
Rassisten treffen auf Rassisten. Da ist es schon egal, wer den ersten Stein wirft.

Montag, 14. August 2017

Qualitätsjournalismus

Man vergleiche diese beiden Artikel über Charlottesville und die „rechte Szene“ in den USA einfach mal miteinander, einmal im „Standard“ und einmal in der „Presse“.
Was fällt auf?
Richtig: Wortgleich. Absolut wortgleich. Nicht ein Wort aus deren eigener Feder.
Frage: Woher kommt dieser Artikel dann? Wer hat diese „Analyse“ voller Stereotypen und Meinungsmanipulation verfasst und warum drucken vollkommen unterschiedliche Zeitungen vollkommen unterschiedlicher Medienhäuser das Ganze unkommentiert und unreflektiert als ihr eigenes Werk?
Und dieses plumpe Abkopieren offensichtlich parteiischer Texte verkaufen die uns als journalistische Arbeit und Qualitätsjournalismus.

Bürgerkrieg

In den USA ist Trump gemeinsam mit seinen engsten Vertrauten mit seinem „The Beast“, dessen Namen man erst nach Trumps Amtsantritt permanent erwähnt, obwohl es bereits von und unter Obama unter diesem Namen in Dienst gestellt wurde, in eine Gruppe friedlich demonstrierender Antirassisten gerast und hat dabei mindestens drei Menschen getötet, darunter zwei Polizisten, die vor Schreck einige Kilometer weiter die Kontrolle über ihren Heli verloren haben. Anders kann ich mir nicht vorstellen, was unsere Medien gerade so zusammentrompeten.

Vorneweg: Der Attentäter ist ein Terrorist reinen Blutes, da verbittet sich für mich jegliche Diskussion. Ein Fanatiker dreht durch und glaubt sich berechtigt, Terror zu verbreiten und Menschenleben zu vernichten. Ist er nicht. Egal ob er ein bedauernswerter Einzelfall, in der Kindheit Traumatisierter oder einfach nur ein Arschloch ist. Oder alles gemeinsam, denn das Eine schließt das Andere nicht aus und nichts davon entschuldigt irgendwas.

Interessant ist jedoch, dass nach all den Einzelfällen psychisch labiler vom Islamismus Verführter dieser eine angeblich aus einer Gruppe Nationalisten (also wenn diese Medien nicht einmal Ultrarechter oder Rechtsextremer schreiben, eine eher harmlose Gruppe) Stammende als typischer rechter Terrorist vorgeführt wird und sich der Senator von Florida sogar in die Aussage versteigt:„Es ist sehr wichtig, dass der Präsident die Ereignisse in Charlottesville als das beschreibt, was sie sind, ein Terroranschlag weißer Rassisten!“; oder der Senator von Colorado:„Mr. President – wir müssen das Böse beim Namen nennen. Dies waren weiße Rassisten und dies war einheimischer Terrorismus.“

Fällt das jedem auf? Kein Einzeltäter, sondern eine Mehrzahl. Alle „weißen Rassisten“ saßen mit am Steuer! So wie alle fanatischen und radikalen Muslime bei Anis Amri?

Trump ist schuld, denn das Erstarken der „Rechten“ wird ihm allein zugeschrieben. So wie Merkel schuld ist an jedem Opfer von Vergewaltigung, Raub und Gewalt ihrer persönlich eingeladenen Partygäste?

Trump müsse harte Worte allein gegen die „Ultrarechten“ finden, denn nur diese hätten ja… ah, Halt, Moment mal. Was haben die „Ultrarechten“ eigentlich gemacht? Ich meine, warum sind sie denn „aufmarschiert“ und warum ist dieser „Aufmarsch“ so eskaliert?
Nun, der Grund war ganz einfach der, dass ein Denkmal eines Südstaatengenerals geschleift werden sollte, der eben für die falsche Seite des grausamen Bürgerkriegs der damaligen Zeit, der nach und nach einer Neuauflage entgegentaumelt, gekämpft hat. Eine ganze Weile konnte sich eine demokratische Gesellschaft dazu durchringen, auch die ehemaligen Feinde zu ehren und ihre Erfolge anzuerkennen, aber diese Zeiten sind vorbei. Jetzt müssen solche Denkmale demonstrativ geschleift werden. Und das ruft, soviel Logik sollte sein, ganz natürlich Demonstranten dagegen auf den Plan. Eine Handvoll. Ein paar hundert vielleicht.

Was wäre jetzt der richtige Umgang mit denen gewesen? Richtig: Lasse laufen, ein paar Fackeln anzünden, seltsame Rituale abhalten und nach Beendigung ihrer Demo wieder abziehen. Weitestgehende Ignoranz hätte der ganzen Geschichte den Wind aus den Segeln genommen, und wenn die Mehrheit der Anwohner einer Stadt der Beseitigung des Denkmals von wem auch immer zustimmen, dann weg damit und fertig. Ich tät es die Deppen noch abkaufen lassen und sich irgendwo im Vorgarten aufstellen. Und? Was wäre dabei? Genausoviel, wie dann passiert wäre, nämlich: Nichts!

Aber, auch in den Vereinigten Staaten, die einst jede noch so schrullige Meinung ertragen konnten und in denen heute die Political Correctness die Freiheit frisst, zu der nun einmal auch die Freiheit gehört, sich als Rassist, Stalinist, Alienverschleppter oder einfach nur Unterbelichteter zu outen, ist die auch bei uns immer stärker zu beobachtende Entwicklung im Gange, dass jegliche Zusammenrottung Nichtlinker sofort die militanten Kampfgruppen der aggressiven Antifa auf den Plan ruft. Nur dass in den USA die „Rechten“ eben keine im Kreis spazierenden sächsischen Rentner mit Pappschildern sind sondern Gruppen, die den linken Schlägertrupps auf Augenhöhe begegnen.

Und so wurde von den Behörden, wie wir das auch von hier kennen, anstatt die Demo ins Leere und damit die Bedeutungslosigkeit laufen zu lassen, dem aggressiven Antifa-Pöbel eine „Gegendemonstration“ zur gleichen Zeit am gleichen Ort genehmigt und damit alles, was dann folgte, nicht nur billigend in Kauf genommen sondern sogar bewusst provoziert. Es war allen klar, dass irgendwann die aggressive Randale, die seit Jahren jeder Demo irgendwelcher als „rechts“ eingestufter Gruppen von sogenannten „Gegendemonstranten“ der militanten Antifa entgegenschlägt, dazu führt, dass mal einer austickt und irgendwann jemand ein Messer zwischen den Rippen stecken hat, eine Kugel zwischen den Augen oder eben Reifenspuren im Gesicht. Und dann ist es eh schon egal, wer und warum das bedauernswerte Opfer ist, man hat endlich den lange provozierten Grund, hart durchzugreifen.

Nochmal: dieser Typ hatte keinerlei Rechtfertigung für sein Tun. Sich provoziert zu fühlen rechtfertigt gar nichts. Niemals. Aber man hätte die Provokation abwenden können. Hat man aber nicht, ganz im Gegenteil, man hat sie befeuert. Da bleibt der faulige Geruch, dass Solches ganz bewusst in Kauf genommen wurde.

Der Rest ist die übliche Propaganda. Dass es „am Rande einer Demo der Ultrarechten“ zu drei Toten gekommen sei, obwohl ein Toter durch den Terroristen bereits nach dem Ende der Demo zu verantworten ist und die anderen zwei Toten ein in einigen Kilometern Abstand vom geschehen abgestürzten Polizeihubschrauber betreffen. Merkt das jeder? Wenn während der Demo ein alter Mann in seinem Schaukelstuhl drei Straßen weiter tot zusammengesackt wäre, würde man wohl vier Tote am Rande der Demo vermelden. Wenn man sich die Mühe machen würde, einfach mal ganz seriös von der Gewalt auf beiden Seiten zu schreiben und davon, wer diese Gewalt angezettelt hat (man liest es nirgends, kann es sich aber denken) und was genau geschehen ist, hätten irgendwelche Relativierer keine Chance und eine neutrale und gerechte Aufarbeitung wäre möglich. Diese scheint aber nicht erwünscht. Einigen sehr einflussreichen Kreisen ist an bürgerkriegsähnlichen Zuständen anscheinend sehr gelegen.

Und so werden rassistische Morde von Schwarzen an Weißen (Stichwort „Black lives matter“-Bewegung, der schwarze Ku-Klux-Klan) weiterhin verschwiegen und abgewiegelt, der Terrorismus eines Weißen hingegen zum Gruppenverbrechen ganzer Bevölkerungsschichten hochstilisiert und weiter Öl in das schwelende Feuer der Gewalt zwischen Links und Rechts gegossen. Rechte werden weiterhin kriminalisiert und provoziert, Linken wird die Berechtigung zum gewaltsamen Vorgehen gegen Andersdenkende geliefert, man schaukelt sich gegenseitig auf und radikalisiert beide Seiten. Bewusst?

Die Vermutung, dass das von Trump überrumpelte und beleidigte politische Establishment einen Bürgerkriegsausbruch genau jetzt forciert, um eine stärkere Überwachungs- und Lenkungsgesellschaft zu installieren, während man die Schuld an Allem einfach dem depperten Trump um den Hals hängen kann, scheint gar nicht so weit hergeholt zu sein.

Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen mit Entwicklungen in unseren Breiten sollten zu denken geben.


Nachtrag:
In diesem Video auch schön zu sehen, wer da Helme und Schilde hat, um sich zu verteidigen, und wer die Holzknüppel und Wurfgeschosse zum Angriff. Nur sind, wie bereits erwähnt, die amerikanischen Rechten aus einem anderen Holz geschnitzt als Pegida-Rentner, die bei uns gerne in diesen Topf geworfen werden, und schmeißen den Antifa-Provokateuren ihren Dreck zurück.
Und hier kann man sich die zehnminütige Ansprache Trumps zu Charlottesville, die in unseren Medien als „beschämendes Schweigen“ bezeichnet wird, ansehen. Erstaunlich, wie lange der reden kann, ohne etwas zu sagen, was unsere Medienknilche hören können.
Darf man sowas Lügenpresse nennen? Die Frage kann jeder selbst beantworten.