„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Samstag, 17. Juni 2017

Das untragbare Maasmännchen

Das Maasmännchen poltert in der "Welt" die „Identitären“ an, weil die es wagen, eine Gedenkveranstaltung zum 17. Juni zu organisieren, die damit natürlich ganz hochoffiziell zu einer rechtsextremen Zusammenrottung wird. Natürlich werden auch wieder die nützlichen Idioten von ihrem Lieblingsspielplatz in der Rigaer Straße herangepfiffen, um die Drecksarbeit für die Obrigkeit zu erledigen und eine friedliche Gegendemonstration zu organisieren, deren Verlauf wir dann morgen in der Zeitung lesen können („Massive Ausschreitungen am Rande einer „Identitären“-Demo“; oder „Rechtsextremer Aufmarsch in Berlin: dutzende Menschen verletzt!“, gleich mal als Empfehlung an die B.Z.).

Am besten aber die Wortwahl des Obersten Brandstifters des erwartbaren antifaschistischen Gewaltausbruchs:

Am 17. Juni 1953 seien die Menschen in der DDR gegen echte gesellschaftliche Missstände auf die Straße gegangen, sagte Maas.“

Nein, sind sie nicht. Sie sind gegen eine Diktatur, gegen Verbot der Meinungsfreiheit, gegen Unterdrückung durch ihre linksextremen Herrscher auf die Straße gegangen, also gegen Gestalten wie Maas und Konsorten und das, was diese anrichten, wenn sie die absolute Machtbefugnis haben. Gegen Leute wie die alten SED-Genossen und ihre jungen Cheerleader, die heute in der Berliner Stadtregierung sitzen und dort ihr kommunistisches Gift verbreiten, das Teile Deutschlands schon einmal in eine jahrzehntelange Diktatur gestürzt hat. Gegen den Größenwahn absolutistischer Herrscher von Gnaden einer Besatzungsmacht. Gegen Menschen, die Gesetze erlassen haben, die unbotmäßige Meinungsäußerung mit Haftstrafen belegt haben. Wer gegen die Wiederholung solcher Zustände in heutiger Zeit auf die Straße geht, bewegt sich weit mehr in der Tradition der Berliner Bauarbeiter von damals als ein linksextremer Karrierist von heute.

Die Herrschaft einer Diktatur ist kein „gesellschaftlicher Missstand“ sondern ein übrigens getreu dem bundesdeutschen Grundgesetzes mit allen Mitteln zu bekämpfendes Übel.
So gesehen stehen die „Identitären“, egal was man sonst von deren Aktionen halten mag, die sich bisher allerdings durch demonstrative Gelassenheit und Vermeidung jeglicher Form von Gewalt hervortun, ganz im Gegensatz zur kreischenden, brandschatzenden und aggressiven Antifa des Herrn Maas, schon da, wo sie hingehören. Denn auch die Menschen, die damals gegen ein kommunistisches Maulkorb-Regime auf die Straße gegangen sind, haben für die Freiheit einzig und allein des deutschen Volkes gekämpft und wären nach dem Schubladensystem des Maasmännchens heute rechtsextreme Staatsfeinde.
Aber das sollen die Leute lieber nicht überzuckern.
Sie könnten sonst auf dumme Ideen kommen.

Heiko Maas ist auf seinem Amt eine untragbare Fehlbesetzung.
Woran man das sieht?
Entweder, er verbreitet solchen Unfug wie von den „gesellschaftlichen Missständen“ aus reiner Dummheit, was ich ihm durchaus zutraue, aber dann wäre er für dieses Amt geistig einfach nicht der Richtige. Oder er verbreitet solches im vollen Bewusstsein, eine propagandistische Lüge gezielt gegen politische Gegner einzusetzen, was ich ihm mindestens ebenso zutraue, dann wäre er in diesem Amt eine brennende Lunte.
Beides genug Gründe, um ihn als Justizminister für absolut untragbar zu halten.

Kommentare:

Heinz hat gesagt…

"....echte gesellschaftliche Missstände..."

Es gibt also auch echte und unechte Missstände, je nachdem was Maas für richtig hält.
Würde er Mitglieder der damaligen Regierung fragen, bekäme er zu damals die gleiche Antwort, nur mit verkehrten Vorzeichen. Maas hat einfach noch immer nicht kapiert, dass des einen Freiheitskämpfer des anderen Terrorist ist. Und wer der "echte" ist entscheidet sich erst hinterher je nachdem, wer gewonnen hat.

lg

Anonym hat gesagt…

Déjà-vu: Ich erinnere mich an die Piroutten der SED à la "reaktionärer faschistischer Putschversuch" etc. in dem Zusammenhang. Fehlt noch die Arndtstraße 48 in Leipzig.